Stützstrümpfe sind keine medizinischen Kompressionsstrümpfe

Was ist der Unterschied?

Stützstrümpfe sind keine medizinischen Kompressionsstrümpfe

Was genau ist der Unterschied zwischen Stützstrümpfen und medizinischen Kompressionsstrümpfen?

Hört man sich in der Bevölkerung um, so wird der medizinische Kompressionsstrumpf häufig und fälschlicherweise auch als Gummistrumpf oder Stützstrumpf bezeichnet. Stützstrümpfe und Kompressionsstrümpfe sind zwei verschiedene Produkte, die sich ganz klar voneinander unterscheiden.

Stützstrümpfe sind kein Medizinprodukt, da sie nicht die Eigenschaften von medizinischen Hilfsmitteln haben. Deshalb sind sie nur für venengesunde Anwender und zur Vorbeugung von schweren Beinen geeignet, beispielsweise bei langem Sitzen und Stehen. Die Bezeichnung Gummistrumpf trifft auf moderne Stütz- und Kompressionsstrümpfe längst nicht mehr zu, da hier moderne Materialien, Farben und Muster zum Einsatz kommen.

Gibt es Stützstrümpfe auf Rezept?

Stützstrümpfe sind keine medizinischen Hilfsmittel und können daher nicht von Ärzten verordnet und von Krankenkassen erstattet werden. Die Unterschiede:

Medizinische Kompressionsstrümpfe …

  • sind medizinische Hilfsmittel.
  • können bei medizinischer Notwendigkeit verordnet werden.
  • sind grundsätzlich durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattungsfähig.
  • haben eine medizinische Wirkung.
  • haben einen definierten Druckverlauf (deutsche RAL-Gütesicherung GZ 387/1).
  • werden anatomisch korrekt angemessen.
  • gibt es in unterschiedlichen Kompressionsklassen.
  • kommen in der Therapie von Erkrankungen des Venen- und Lymphgefäßsystems zum Einsatz, beispielsweise bei Krampfaderleiden, Lymphödem und Lipödem.
  • gibt es in vordefinierten Seriengrößen oder als individuelle Maßanfertigung.
  • gibt es als rund- und flachgestrickte Varianten in vielen Farben, mehreren Längen-Varianten, mit verschiedenen Mustern und Ausführungen.

Stützstrümpfe …

  • haben keine medizinische Wirkung.
  • sind nicht verschreibungs- und erstattungsfähig, das heißt die Kosten müssen vollständig selbst getragen werden.
  • haben keinen definierten Druckverlauf.
  • werden in der Regel in Schuh- oder Konfektionsgrößen angeboten.
  • können schweren Beinen vorbeugen.
  • gibt es nur als rundgestrickte Serienprodukte, also in wenigen vordefinierten Größen.
  • werden in der Regel nur in einer kleinen Farbauswahl und weniger Längen-Varianten, beispielsweise nur als Kniestrumpf, angeboten.

Was bewirken Stützstrümpfe oder modische Kompressionsstrümpfe?

Wenn Sie keine Venenerkrankung haben, Ihre Beine aber dennoch unterstützen wollen, um schweren Beinen entgegenzuwirken, sind modische Kompressionsstrümpfe wie mJ-1 von medi ideal.

Jetzt Fachhändler in Ihrer Nähe finden!

Gibt es auch für Männer Kompressions- oder Stützstrümpfe?

medi bietet für Männer medizinische Kompressionsstrümpfe wie mediven for men oder mediven active sowie mj-1 und medi travel für Venengesunde. Diese Männerstrümpfe sind im medizinischen Fachhandel erhältlich.

Ich plane eine Reise mit dem Flugzeug. Wie unterstützen mich Stützstrümpfe beim Flug?

Die Reisestrümpfe von medi sind keine Stützstrümpfe, sondern Kompressionsstrümpfe: während langer Flüge unterstützt Kompression den Reisenden: Venengesunde Menschen beugen mit medi travel Reisestrümpfen dem Risiko einer Reisethrombose vor1: Der Strumpf fördert Ihre natürliche Blutzirkulation.

Das Resultat: Die Beine fühlen sich auch bei langen Flugreisen leicht und entspannt an. Reisende, bei denen beispielsweise eine Venenerkrankung vorliegt, tragen Ihre vom Arzt verordneten medizinischen Kompressionsstrümpfe. 

Omas Gummistrumpf war einmal …

Überzeugen Sie sich: Eine ganz besondere Eigenschaft der medizinischen Kompressionsstrümpfe von medi ist, dass diese nicht wie Hilfsmittel aussehen. Sie sind topmodisch durch eine große Auswahl an Standard- und Trendfarben für jede Modesaison. Für Sie bedeutet das: medizinische Wirksamkeit bei modischem Anspruch.

Quelle

1siehe HF, Lee FP. Graduated compression stockings as prophylaxis for flight-related venous thrombosis: systematic literature review. J Adv Nurs 2005;51(1):83-98.