Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte das Gelenk möglichst ruhig gelagert und gekühlt werden. Das reduziert die Schmerzen und die Schwellung.
Eine geringere Schwellung erleichtert das spätere Einrenken. Eine Hochlagerung des betroffenen Körperteils kann sinnvoll sein.
Ausgekugelte, verrenkte Gelenke dürfen nur von einem Arzt eingerenkt werden. Dazu muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden, um mögliche Zusatzschäden festzustellen. Die Wiedereinrenkung sollte möglichst innerhalb weniger Stunden nach Verletzung erfolgen. Sie wird bei kleineren Verrenkungen, beispielsweise an Fingergelenken, unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei Schultergelenksverrenkungen wird dagegen eine Vollnarkose gewählt. Nach der Einrenkung wird wieder eine Röntgenaufnahme gemacht, um die richtige Stellung der Gelenkflächen zueinander zu kontrollieren.
Danach erfolgt eine Ruhigstellung für 8 bis 10 Tage mittels elastischer Bandagen, Schienen oder Gipsverband. Um erneute Verletzungen zu vermeiden, erfolgt anschließend eine behutsame Mobilisierung, da es bei längerer Ruhigstellung zu einer Kapselschrumpfung kommen kann.

Gelenke
Therapie
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