Medizinischer Hintergrund

Die nachstehenden Erläuterungen verdeutlichen die Zusammenhänge bei der Entstehung venöser Thrombosen

Medizinischer Hintergrund zur Entstehung venöser Thrombosen

Herz - Kreislauf - Venen - Risiken

Thrombose und Thromboseprophylaxe spielen im Klinikalltag schon immer eine gewichtige Rolle. Spätestens seit der öffentlich ausgetragenen Diskussion um die sogenannte Reisethrombose, ist das Thema auch außerhalb des Krankenhauses von großem Interesse. Neben dem Risiko nach einer Operation eine Thrombose zu erleiden, gibt es noch eine Vielzahl anderer Ursachen und Faktoren, welche die Thrombosebildung begünstigen.

  • 17 Millionen Menschen leiden an chronischen Venenerkrankungen.
  • Nur 10 Prozent der Bevölkerung sind "venengesund".
  • Rund 5 Mio. Bundesbürger leiden an einer sogenannten Venopathie (chronisch venösen Insuffizienz).
  • Ungefähr 1 Mio. Menschen, und die Zahlen steigen, sind von Spätkomplikationen chronischer Venenerkrankungen, wie dem Ulcus cruris venosum (offenes Bein, Unterschenkelgeschwür) betroffen. Sie werden deswegen pro Jahr 6-8 Wochen stationär oder ambulant behandelt und scheiden durchschnittlich 7 Jahre früher aus dem Erwerbsleben aus.

Abgesehen von dem nicht von der Hand zu weisenden persönlichen Leid der Betroffenen und der für sie resultierenden Einschränkungen, bezogen auf Lebensaktivitäten und individuelle Lebensqualität, sind die Belastungen für das gesamtwirtschaftliche System und die Solidargemeinschaft nicht zu unterschätzen:

  • Pro Jahr kommt es in Deutschland zu etwa 3.500 Frühberentungen.
  • Die Behandlungskosten betragen ca. 70.000 Euro pro Fall.
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