Zusätze beim mediven® 550 Bein

Farben, Muster, Po-Forming

Zusätze beim mediven® 550 Bein - Zusätze beim mediven® 550 Bein

Farben, Muster, Po-Forming – mehr Wohlgefühl und eine bessere Compliance

Interview mit Frau Alexa Gerster, Orthopädietechnikermeisterin. Im Interview mit medi berichtet Frau Gerster von den Herausforderungen in der Kompressionstherapie und und erklärt, wie kostenpflichtige Zusätze zum Therapieerfolg beitragen können.

Frau Gerster, wie viele Patienten mit Lip- oder Lymphödem versorgen Sie?

„Ein Drittel unserer Kunden sind Ödem-Patienten und etwa zwei Drittel Venen-Patienten, wobei in letzter Zeit die Diagnose Lip-Lymph-Ödem zunimmt.“

Warum haben Sie sich auf die lymphologische Kompressionsversorgung spezialisiert?

„Das hat mich immer schon interessiert. Es ist sehr herausfordernd, die Kunden genau zu vermessen, für die unterschiedlichsten Anforderungen die passenden Hilfsmittel zu finden und somit die Lebensqualität deutlich zu steigern. Ein Ödem ist außerdem ein sensibles Thema, da spielen auch Aspekte wie Scham oder Frust eine Rolle. Es erfüllt mich sehr, auf die individuellen Bedürfnisse meiner Kunden einzugehen und ihnen ihre Ängste und Sorgen zu nehmen. Gemeinsam finden wir eine Lösung für die Kompressionstherapie. Mit dem richtigen Hilfsmittel ist ein Leben mit Ödem einfach angenehmer.“

Worauf kommt es bei der Flachstrick-Versorgung an?

„Das Wichtigste ist: Wir müssen ein Produkt finden, das auch tatsächlich getragen wird. Sitzt der Kunde den ganzen Tag oder bewegt er sich viel? Wie können wir dazu beitragen, dass er die Versorgung wirklich von morgens bis abends anbehält und die Kompressionstherapie konsequent durchführt? Wir haben beispielsweise eine Kundin, die als Kassiererin arbeitet. Für den Arbeitstag haben wir einen Armstrumpf mit Einkehren anfertigen lassen, da sie ihre Arme mehrere Stunden lang intensiv bewegt und beugt.“ 

Frau Gerster, welche Herausforderungen begegnen Ihnen im Arbeitsalltag?

„Bei Neukunden geht es zunächst darum, Verständnis zu schaffen, dass ein Ödem eine dauerhafte Erkrankung ist. Die Betroffenen müssen akzeptieren, dass sie ein Lip- oder Lymphödem ein Leben lang begleiten wird und dass das tägliche Tragen der Kompressionsversorgung alternativlos ist. Manchmal sind die Herausforderungen aber auch praktischer Natur, zum Beispiel wenn eine Strumpfhose auf dem Rezept steht, obwohl der körperliche Zustand der Kundin eine geteilte Versorgung notwendig macht. Mir fällt außerdem auf, dass die Umfänge der Lipödeme immer weiter wachsen und Betroffene oft zusätzlich unter Adipositas leiden. Nur die wenigsten Patientinnen schaffen eine dauerhafte Gewichtsabnahme, obwohl sie dadurch viel mobiler wären und weniger Beschwerden hätten. Betroffene sollten eine ausgewogene Ernährung und regelmäßigen Sport in ihr Leben integrieren. Gegen das Übergewicht anzukämpfen ist sehr herausfordernd, aber es lohnt sich definitiv!“

Sie versorgen seit 2013 die Lipödem-Patientin und Mode-Bloggerin Caroline Sprott: Welche Fortschritte sehen Sie in ihrer Kompressionstherapie?

Frau Sprott ist extrem therapietreu, von den Produkten überzeugt und trägt ihre Versorgung konsequent jeden Tag. Sie hat gute Fortschritte gemacht. Mit ihrer positiven Einstellung geht sie jeden Weg mit, der das Lipödem besser „lebbar“ macht.

Sie öffnet sich dem Thema, vor allem mit ihrem Blog. Dort motiviert sie andere Betroffene und regt zum Erfahrungsaustausch an.“

Warum ist das Zusammenspiel von Arzt, Therapeut und Sanitätsfachhandel so wichtig?

„Ein gut funktionierendes Netzwerk ermöglicht die richtige Versorgung, etwa wenn ein Rezept angepasst oder der Patient von einem Therapieschritt überzeugt werden soll. Dann ist es hilfreich, wenn der Arzt, der Therapeut und der Händler gemeinsam kommunizieren, was sich positiv auf die Behandlung auswirken würde.

Das gleiche gilt natürlich auch, um die Grenzen der Versorgung aufzuzeigen, zum Beispiel wenn ein Patient eine kurze Kompressionshose tragen möchte, dies aber aufgrund der Indikation nicht empfehlenswert ist. Dann müssen Arzt, Händler und Therapeut geschlossen argumentieren, motivieren und Verständnis für die Krankheit schaffen.“

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Trendfarben und Mustern im Flachstrick-Bereich gemacht?

„Meine Kundinnen sind begeistert von den Farben und Mustern. Ich merke, wie es ihr Lebensgefühl positiv beeinflusst und sie es genießen, sich schön zu kleiden und ihre Outfits auf die Strümpfe in tollen Farben abzustimmen.

Der regelmäßige Farb- und Musterwechsel wird sehr gut angenommen, denn wer täglich Strümpfe trägt, freut sich über jede noch so kleine Abwechslung. Jüngere Kundinnen tragen im Sommer selbstbewusst auffällige Strümpfe in Kirschrot, Aqua oder Magenta und dazu einen Minirock – und das sieht wirklich toll aus!“

Wie finden Sie den neuen Zusatz Po-Forming beim Kompressionsstrumpf mediven 550 Bein?

„Ich sehe einen deutlichen Unterschied und glaube, dass sich die Patientinnen damit wirklich schöner und selbstbewusster fühlen. Das figurformende Leibteil sorgt auch für Abwechslung bei der Kompressionsstrumpfhose.“

Welche Tipps haben Sie für Ihre Kollegen im Umgang mit dem Thema Zuzahlung?

"Ich empfehle meinen Kollegen in jedem Fall, das Thema Zusätze proaktiv in das Beratungsgespräch zu integrieren. Denn Kundinnen, die einen Zusatz wie das Po-Forming Leibteil haben möchten, sind auch bereit, eine Zuzahlung zu leisten. Es ist eine relativ geringe Summe und dafür wird die Silhouette schön weiblich geformt. Darauf würde ich auch immer hinweisen.

Ich bin überzeugt: Ein positives Körperbild und das Wohlbefinden der Patientin wirken sich positiv auf die Therapietreue aus. Eine Frau, die sich mit einem bestimmten Zusatz schöner fühlt und selbstbewusster anderen Menschen gegenüber auftritt, wird ihre Kompressionsstrümpfe täglich von morgens bis abends tragen. Auch der modische Aspekt ist wichtig: Mit dem Po-Forming Leibteil sitzen Röcke, Kleider und Hosen einfach besser und der Po ist nicht so flachgedrückt.“

Frau Gerster, vielen Dank für das Gespräch.

Alexa Gerster

medi bedankt sich herzlich bei Orthopädietechnikermeisterin Alexa Gerster, die seit 30 Jahren im medizinischen Fachhandel arbeitet und im Interview verdeutlicht, dass individuelle Varianten und Ausstattungsmerkmale im Flachstrick-Bereich aktiv zum Therapieerfolg von Patientinnen beitragen können.

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