Katharina Baunach

Zwischen Meisterfeier und Reha

Jubel mit medi Knieorthese beim FC Bayern München -

Interview mit Katharina Baunach

Die gebürtige Würzburgerin Katharina Baunach blickt bereits mit 26 Jahren auf eine außergewöhnliche Karriere zurück:

  • 2007 war die Fußballerin Europameisterin mit der U19 Nationalmannschaft
  • 2008 folgte die Bronze-Medaille bei der U20 WM in Chile
  • 2012 der DFB-Pokal

Die Krönung war 2015 das "Meisterstück" - mit der Frauenmannschaft des FC Bayern München feierte sie den Meistertitel. Dabei durfte sich der Bundesliga-Verein gleich doppelt freuen, denn auch die Herren holten den Titel. Im Interview berichtet die Abwehrspielerin über die bewegenden Momente der Siegesfeier auf dem Münchner Marienplatz und wie sie nach ihrer Verletzung im April ihr Comeback plant.

Frau Baunach, wie sind Sie zum Fußball gekommen?

Meine Brüder haben mich für diese Sportart begeistert. Schon mit zarten fünf Jahren begann ich, beim Post Sportverein Sieboldshöhe in Würzburg zu spielen. Mit 14 Jahren wechselte ich zum SV 67 Weinberg und seit 2006 bin ich beim FC Bayern München.

Warum gerade der FC Bayern München?

Das war einfach immer schon mein Traum, denn ich bin seit Jahren ein riesiger Bayern-Fan! Als dann der Anruf vom Verein kam, habe ich natürlich sofort zugesagt, da gab es nichts zu überlegen. Zu meinen Vorbildern gehören neben Lionel Messi auch Franck Ribéry und Thiago Alcántara, die ebenfalls für die Bayern spielen.

Sie sind in dieser Saison mit dem FC Bayern München Deutscher Meister geworden, ebenso wie die Herrenmannschaft. Was war das für ein Gefühl?

Der letzte Spieltag war einfach unbeschreiblich. Im Stadion zu stehen und die Meisterschale in der Hand zu halten, das ist so ein wahnsinnig intensives Gefühl. Dazu dann noch Siegesfeier mit der Herrenmannschaft auf dem Münchner Marienplatz, das werde ich nie vergessen. Wir haben alle zusammen auf dem Rathausbalkon gefeiert und der Empfang der 15.000 Fans hat uns komplett überwältigt. Ich war überglücklich und völlig gerührt zugleich. Diese Zeit mit der Feier, dem Gala-Dinner am Abend zuvor und dass ich mit Thiago gemeinsam auf den Balkon treten durfte, werde ich immer in Erinnerung behalten. Karl-Heinz Rummenigge hatte es uns ja vorab versprochen, aber meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen.

Zurzeit sind Sie verletzt, an den Feierlichkeiten haben Sie mit einer Knieorthese teilgenommen. Wie kam es dazu?

Das war ein Unfall während des Aufwärmens vor einem Spiel im April. Ich bin mit einer anderen Spielerin beim Sprung in der Luft zusammen gestoßen und bei der Landung ist es dann passiert. Das ging alles sehr schnell, so genau kann ich gar nicht sagen, was geschehen ist. Am Ende musste ich am Meniskus operiert werden. Seitdem bin ich auf Krücken unterwegs und trage eine Orthese, auch in der Reha. Als Leistungssportlerin ist es für mich natürlich extrem wichtig, so schnell wie möglich wieder einsatzfähig zu sein.

Wo haben Sie sich behandeln lassen und worauf achten Sie dabei als Profi-Sportlerin?

Ich wurde von Dr. Rembeck in seiner Münchener Klinik operiert, danach blieb ich noch zweieinhalb Tage dort. Dr. Rembeck kannte meine Knie-Vorgeschichte und ich vertraue auf seine Expertise. Mit der Operation bin ich sehr zufrieden und auch die Heilung verläuft bisher planmäßig. Zudem habe ich für meine individuelle Situation das Bestmögliche bekommen. Meine Krücken und die Knieorthese entlasten das Knie und helfen so bei der Heilung, weil mein Kniegelenk stabilisiert und vor versehentlichen Fehlbewegungen geschützt wird. So kann ich mich darauf konzentrieren, wieder fit zu werden. Das ist momentan mein wichtigstes Ziel.

Wie sieht Ihr Reha-Plan aus?

Zurzeit trainiere ich vor allem den Oberkörper, denn mein Knie muss ich noch schonen. Aber ganz ohne Sport geht es einfach nicht, sonst fällt mir die Decke auf den Kopf. Wie lange die Reha dauern wird, ist noch offen, das zeigt sich in den nächsten Wochen. Seit der OP trage ich die Knieorthese 24 Stunden am Tag. Ich darf das Knie schon wieder zu 45 Grad anwinkeln, das sind gute Fortschritte. Und ich muss mich natürlich fit halten. Sobald ich dann irgendwann wieder 100 Prozent fit bin und spielen kann, will ich meine Stammposition als Abwehrspielerin zurückerobern.

Sind Sie mit der Orthese zufrieden?

Ja, ich trage sie den ganzen Tag und die ganze Nacht, und ich weiß einfach, dass mein Knie sicher "verpackt" ist.

Dank der zahlreichen Turniersiege der Deutschen Frauenfußballnationalmannschaft wird der Sport in Deutschland immer bekannter. Wer ist bei der diesjährigen WM in Kanada Ihr Favorit?

Ganz eindeutig das deutsche Team! Das ist einfach eine Turniermannschaft, da wachsen die Mädels immer noch ein Stück weiter über sich hinaus. Aus meiner Mannschaft bei Bayern sind bei den Deutschen auch vier Spielerinnen dabei, ich bin schon sehr gespannt und drücke der Elf die Daumen. Aber mit den vielen neuen Teams, die zur WM antreten, wird es auf jeden Fall sehr herausfordernd und anspruchsvoll. Langfristig ist es natürlich auch mein Ziel, wieder in der deutschen Nationalmannschaft zu spielen.

Frau Baunach, wir wünschen Ihnen gute Besserung und danken Ihnen für das Gespräch.

Steckbrief Katharina Baunach

Geburtsdatum18.01.1989
VereinFC Bayern München
BerufJunior Einkäuferin Energie
HobbiesBasketball, Shoppen, Essen gehen mit Freunden
AuswahlenU 15, U 18, U 20 Bayernauswahl
U 15, U 17, U 19, U 20, U 23, A-Nationalmannschaft
Größte Erfolge2004 Bayr. Hallenmeisterschaft C-Juniorinnen,
2004 Bayr. Meisterschaft u. Süddeutsche Meisterschaft B-Juniorinnen
2005 Nordic-Cup mit U 17 Nationalmannschaft
2006 Bayr. Hallenmeisterschaft Frauen
2006 Deutscher Meister U-18 Bayernauswahl
2007 Europameister mit U 19 Nationalmannschaft
2007 Fritz-Walter Medaille in Silber
2008 Bronze-Medaille U 20 WM in Chile
2011 Bundesliga-Cup Siegerin2012 DFB-Pokal Siegerin
2015 Deutsche Meisterin
Laufbahn1994 - 2003 Post SV-Sieboldshöhe Würzburg
2003 - 2006 SV 67 Weinberg
seit 2006 bei Bayern München

Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Hilfsmittel (z. B. von medi) verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen und erhält sein medizinisches Hilfsmittel für seine individuellen Bedürfnisse.

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