Kleine Betriebsführung

Vom Faden bis zum Strumpf

Kleine Betriebsführung bei medi

Ein virtueller Rundgang durch unsere Strumpfproduktion

Die Arbeit vieler Hände kommt bei medi zusammen, um die Kompressionsstrumpf herzustellen – wie hier am Beispiel mediven elegance.

Wie ein Uhrwerk läuft die Herstellung ab, wie Zahnräder greifen die Produktionsschritte der Abteilungen ineinander und zeigen einmal mehr, was bei medi hinter "made in Germany" steckt: echtes Teamwork.

Es ist ein spannender, faszinierender Weg vom Faden bis zum Strumpf. medi wünscht viel Spaß beim „virtuellen Rundgang durch die Strumpfproduktion“.

Die "Rohware" kommt an: Wenn die Garnbestellung eintrifft, nimmt Ercan Yildirim die Anlieferung genau unter die Lupe: Ist die Ware komplett und unbeschädigt? Passt der Lieferschein? Nur dann wird die Ware quittiert und ins Lagerprogramm eingebucht.

Alles da? Alles in Ordnung? Jeder Karton muss Matthias Exners Sichtprüfung standhalten bevor er grünes Licht gibt und die Garne in die Strickerei kommen. Nur die besten "Zutaten" werden für die Strumpfproduktion zugelassen.

Ab in die Rundstrickerei Jetzt wird der Faden zum Strumpf. Dazu wird das Garn auf den Rundstrick-Zylinder der Strickmaschine gefädelt. Das setzt eine ruhige Hand und viel Feinmotorik voraus - Präzisionsarbeit schon vor dem Stricken.

4.500 Maschen pro Sekunde: Wenn die Fäden um den Strickzylinder kreisen geschieht dies in einer Geschwindigkeit, die für das bloße Auge nicht mehr zu erkennen ist.

6,4 Minuten später: Der mediven elegance „Strumpfschlauch“ fällt in den Auffangbehälter noch mit unbearbeiteter, offener Fußspitze. Rundgestrickte Strümpfe werden alle weiß gestrickt. Erst später erhalten die Strümpfe beim Färben ihr endgültiges Aussehen.

910.888 Maschen weiter: Zwei Probestrümpfe müssen sich erst erfolgreich der Breiten- und Längsdehnung unterziehen, bevor der Strickauftrag startet.

 

 

Das perfekte Maschenbild: Barbara Küfner zieht nun den Strumpf der Länge nach über das Prüfbrett. Ihrem geübten Auge fällt es gleich auf, wenn sich eine Unregelmäßigkeit in das Maschenbild eingeschlichen hat, z. B. wenn der Kompressionssfaden nach 30.000 Metern oder der Strickfaden nach 100.000 Metern zu Ende geht. Keine Kompromisse in Sachen Qualität - was nicht perfekt ist, wird aussortiert.

Zwischenlagerung: Andrea Müller übernimmt nun die Zwischenlagerung der Strümpfe. Das Betriebssystem weist ihr automatisch einen Lagerplatz zu bis die Strümpfe in die Konfektion zur weiteren Bearbeitung gehen.

 

 

Kontrolle der Ware bei medi

Fußspitzen schließen: Valentina Gergert schließt die Fußspitze des mediven elegance an der Nähmaschine mit der freien Hand in einem Halbkreis. Das setzt eine ruhige Hand und viel Erfahrung voraus - beides zeichnet sie und ihre Kolleginnen aus.

Die nächste Prüfung: Ein weiterer Prüfvorgang: Inge Neubig zieht den mediven elegance über das Prüfbrett und unterzieht Maschenbild, Ferse und Fußspitze nochmals einer genauen Sichtkontrolle.

Haftband-Vorbereitungen: Gülcan Tas schneidet mit einer Maschine das Haftband zu. Die Haftbandrolle wird in die Maschine eingefädelt, Länge und Stückzahl der Abschnitte eingegeben. Besonders wichtig: Die exakt gerade Schnittkante für den nächsten Arbeitsschritt.

Das Schließen des Haftbandes: Das Schließen des Haftbandes übernimmt Kerstin Fraunholz. Sie legt die Schnittkanten exakt bündig aneinander und „riegelt“ das Haftband. Sie schneidet auch winzigste überstehende Fädchen mit einer scharfen Schere ab. Das ist Perfektion bis ins Detail beim mediven elegance.

Haftband annähen: Akbay Deniz näht das Haftband exakt auf Stoß an den Kompressionsstrumpf. Weil nichts überlappt, ist der Übergang vom Haftband zum Strumpf ganz unauffällig - auch unter enger Kleidung. Der Haftbandriegel sitzt auf der Bein-Rückseite genau auf der Kante in Verlängerung der Ferse. Der elastische Verbindungsstich macht jede Dehnung mit. Jedes eventuell abstehende Fädchen - sei es auch noch so klein - wird sorgfältig abgeschnitten. Handarbeit ist bei medi unverzichtbar.

Fertigung der Etiketten: Heike Schönauer fertigt die Etiketten mit allen Angaben zum Strumpf (Größe, Länge).

Etikettendruck: Der Ausdruck der Etiketten erfolgt auf einer textilen Endlosrolle und wird den Strümpfen beigelegt.

Etiketten einnähen: Claudia Wenig legt die Etikettenschlange in die spezielle Nähmaschine ein. Nun wird der Strumpf angelegt und das Etikett automatisch eingenäht und abgeschnitten. Jetzt hat der Strumpf seinen "Personalausweis".

Nun zur Veredelung: Jetzt kommt die Farbe beim mediven elegance ins Spiel. Im ersten Schritt prüft und stapelt Elisabeth Werner die Strümpfe.

Rein in die Färbemaschine: Anschließend wird der Strumpfstapel in die Färbemaschine gelegt. Das Farbgemisch wird eingefüllt, die Maschine programmiert, gestartet und während des Färbevorgangs mehrfach von Jochen Bauer überprüft. Die Färbemaschine läuft. Die Dauer hängt von der Farbe ab: Helle Farben sind schneller fertig als dunkle.

Umweltfreundliches Färben: Die Farblauge ist so unbedenklich, dass sie in das normale Abwassersystem eingeleitet werden kann. Anschließend werden die Strümpfe gewaschen, getrocknet und gelegt. Die Heizung der Maschinen erfolgt mit Dampf aus der Abwasser-Wärmerückgewinnung.

Und wieder eine Prüfung: Bevor der Kompressionsstrumpf die Schachtel erreicht prüft Christina Trebes die Länge und die dazu gehörigen Angaben auf dem Etikett.

Infomaterial: Was der Patient wissen muss, wird nun als Information dazu gepackt. Der Kompressionsstrumpf wird gefaltet und mit den Informationseinlegern (Gebrauchsanleitung, Mini medi Info) in Seidenpapier gehüllt.

Gut verpackt: Der Kompressionsstrumpf mediven elegance hat fast sein Ziel bei medi erreicht: Die neue hochwertige Strumpfverpackung im medi Design. Bereit für die erste Begegnung mit dem Patienten.

Bereit für die große Reise: Die Strumpfverpackungen werden in unseren magentafarbenen Kisten eingelagert. Zum Schutz wird die Kiste abgedeckt. Rainer Hacker scannt die Daten der Kiste, der Lagerbestand im Betriebssystem aktualisiert sich und der Strumpf wird bis zur Bestellung eingelagert.

medi liefert schnell an den Fachhandel

Gestern bestellt - heute geliefert: Im medizinischen Fachhandel, z. B. im Sanitätshaus werden die frisch hergestellten maßangefertigten Strümpfe, die vor 24 Stunden individuell bei der Kundin angemessen wurden, angeliefert und aus der Verpackung geholt.

Die Verkäuferin zeigt der Kundin, wie leicht der mediven elegance anzuziehen ist, wenn man weiß, wie das geht.

Endlich am Bein: Nun ist der Strumpf da, wo er hingehört und sorgt am Bein nicht nur für Wohlbefinden sondern auch für Aufmerksamkeit und Aha-Effekte. 

Ein Dank an alle Kollegen in der medi Produktion für die Mitwirkung. Die namentlich genannten Kolleginnen und Kollegen stehen dabei stellvertretend für ihre Teams in der Produktion, welche die gleiche Tätigkeit ausüben.

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