"Prävention der Thromboembolie"

Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe im klinischen Alltag

Abstract

Rechtsdepesche im Gesundheitswesen;
Hg Prof. Dr. Volker Großkopf;
Jahrgang 9 (2012), Nr. 1 Jan/ Feb.; Köln, G&S 2012, S. 6
Erscheinungsdatum: Januar 2012

Aus Sicht eines Mitarbeiters der Pflegedirektion einer Universitätsklinik ist die Anwendung von MTPS ist im praktischen Alltag zwischen den operativen und den konservativen Fachgebieten unterschiedlich. In jedem Fall sei es wichtig, die gefährdeten Patienten zu identifizieren und eine individuelle Risikoeinschätzung und –eingruppierung vorzunehmen.

In der betreffenden klinik werden Patienten aller Risikogruppen vorbehaltlich spezieller Kontraindikationen ausnahmslos mit MTPS versorgt. „Ohne Strümpfe kämen wir nicht aus.“ Diese Einschätzung werde auf der chef- und oberärztlichen Ebene geteilt.

MTPS stellen das wesentliche Element der physikalischen Therapie dar. Vor allem ihr einfaches Handling sowie die Kontinuität des Einsatzes machen sie den Kompressionsverbänden überlegen. Letztere seien keine Alternative, da das Wissen und die Praxis nicht hinreichend vermittelt werden und die Gefahren eines fehlerhaften Verbandes schwer wiegen. Durch die industrielle Aufbereitung der MTPS ist ihr Einsatz bei gleich bleibender Qualität besonders kostengünstig.

Wichtig für die Auswahl der Strümpfe ist nicht der Preis, sondern die Qualität. Wichtig ist die Möglichkeit der Auswahl zwischen Standard- und Sondergrößen, vor allem bei adipösen Patienten. Für die Logistik im Zusammenhang mit der Aufbereitung erleichtert ein Barcode die Nachverfolgbarkeit eines jeden Strumpfes.

Fazit

MTPS stellen aus Sicht eines Verantwortlichen der Pflegedirektion einer großen Universitätsklinik auch im Hinblick auf die S3-Leitlinie eine unverzichtbare Standardmaßnahme zur Thromboseprophylaxe dar. MTPS gelten dabei als das wesentliche Element der physikalischen Therapie. Mit einer geeigneten Aufbereitungslogistik sind MTS darüber hinaus kostengünstig einzusetzen.

Praxisbeispiel

„Werden Patienten oder Patientinnen, für die eine Fallpauschale abrechenbar ist, wegen einer in den Verantwortungsbereich des Krankenhauses fallenden Komplikation im Zusammenhang mit der durchgeführten Leistung innerhalb der oberen Grenzverweildauer, bemessen nach der Zahl der Kalendertage ab dem Aufnahmedatum des ersten unter diese Vorschrift zur Zusammenfassung fallenden Aufenthalts, wieder aufgenommen, hat das Krankenhaus eine Zusammenfassung der Falldaten zu einem Fall und eine Neueinstufung in eine Fallpauschale vorzunehmen. Eine Zusammenfassung und Neueinstufung wird nicht vorgenommen bei unvermeidbaren Nebenwirkungen von Chemotherapien und Strahlentherapien im Rahmen onkologischer Behandlungen.“ (§ 2 Abs. 3 FPV)

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