Urlaubsreisen

Wichtige Reisevorbereitungen treffen: Badeutensilien, Sonnenschutz, Impfungen und Reiseapotheke

Tipps für die Reisevorbereitung

So wird der Urlaub zur schönsten Zeit des Jahres!

Endlich. Der langersehnte Urlaub steht vor der Tür. Auf www.tourismusanalyse.de unter „Reiseziele 2017“ gibt es einen ersten Ausblick, wohin es die Deutschen in diesem Jahr zieht: Jeder Dritte mit festen Reiseabsichten ist noch unschlüssig. Spanien und Italien führen die Beliebtheitsskala der Urlaubsziele an. 25 Prozent der Reisenden machen Urlaub in Deutschland und neun Prozent wollen einen anderen Kontinent bereisen.

Egal, ob Sie sich ins Getümmel einer aufregenden Stadt stürzen, Ihren Rucksack packen und auf einen Berg steigen, eine Kreuzfahrt machen oder neue Kraft an einem puderzuckerweißen Palmenstrand tanken. Hauptsache raus aus dem Alltagstrott und einfach mal die Seele baumeln lassen! Bevor Sie sich den Duft der großen weiten Welt um die Nasen wehen lassen können, stehen die Reisevorbereitungen auf dem Programm. Dabei sollten Sie nicht nur an Ihre Badeutensilien denken, sondern auch der Gesundheit dienliche Maßnahmen wie Sonnenschutz, Impfungen sowie das Zusammenstellen einer Reiseapotheke im Blick haben. Damit Ihr Urlaub wirklich die schönste Zeit des Jahres wird, sollten Sie an Ihre Gesundheit denken. Wir geben jede Menge Tipps, die bei der Reiseplanung helfen.

Gib mir Sonne – aber in Maßen!

Die Sonne bringt unseren Kreislauf in Schwung und stärkt das Immunsystem. Zuviel UV-Licht kann aber auch einen Sonnenbrand verursachen und die Haut schädigen.

Deshalb:

  • Packen Sie ausreichend Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor gegen UV-A- und UV-B-Strahlung ein.
  • Tragen Sie die Creme oder das Spray üppig, immer im Schatten und mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auf.
  • Um den Schutz aufrecht zu erhalten, sollten Sie sich im Laufe des Strandtages immer wieder erneut eincremen.
  • Schützen Sie sich auch bei bedecktem Himmel.
  • Meiden Sie generell die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Da diese Strahlung stark streut, bietet auch der Schatten keinen ausreichenden Schutz.

Essen und Trinken

Im Urlaub darf geschlemmt werden. In fernen Ländern ist unser Magen-Darm-System aber teilweise überfordert.

Die einfachste Regel für den sicheren Umgang mit Nahrungsmitteln lautet:

  • Boil it, cook it, peel it or forget it.

Sinngemäß also:

  • Koch es, schäle es oder vergiss es!

Ähnliches gilt für den Umgang mit Trinkwasser. Da das Leitungswasser in vielen Ländern keine Trinkwasserqualität hat, können Sie nur abgekochtes sowie kommerziell abgefülltes Wasser unbesorgt trinken.

Außerdem: Auch wenn es noch so heiß ist, verzichten Sie auf Eiswürfel im Getränk.

Erst impfen, dann reisen

Den besten Schutz vor Krankheiten wie Typhus, Hepatitis, Gelbfieber oder Malaria bieten Impfungen sowie medikamentöse Prophylaxen.

Vor allem in Ländern mit tropischem Klima besteht ein erhöhtes Risiko, sich zu infizieren. Informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die Gegebenheiten an Ihrem Reiseziel, zum Beispiel in den Länderinformationen des Auswärtigen Amtes. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder Ihrer Krankenkasse beraten.

Gegen Malaria können Sie sich zusätzlich schützen, indem Sie den Krankheitsüberträgern, den Moskitos, keine Angriffsfläche bieten. Tragen Sie also möglichst lange Kleidung, schlafen Sie unter einem Moskitonetz, verwenden Sie Anti-Mücken-Sprays und stellen Sie Duftkerzen auf, die die kleinen Biester vertreiben.

Das gehört in die Reiseapotheke

Eine gut durchdachte Reiseapotheke ist Gold wert. Sie sollte folgende Produkte enthalten:

  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Durchfallmittel und Rehydrierungslösung, die den Verlust von Flüssigkeit und Mineralien ausgleicht
  • Mildes Abführmittel gegen Verstopfungen
  • Desinfektionsmittel für die Haut
  • Gel gegen Juckreiz bei Insektenstichen
  • Pflaster und Verbandszeug
  • Fieberthermometer
  • Schere
  • Pinzette
  • Augentropfen für Reizungen durch Trockenheit oder Staub
  • Mittel gegen Reisekrankheit
  • Schleimlösendes Medikament bei Reizung der Atemwege
  • Antibiotikahaltige Ohrentropfen gegen Entzündungen des Gehörgangs (Badeotitis)
  • Präparate zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen
  • Mittel zur Insektenabwehr

Beschwerdefrei ankommen

Ein gelungener Urlaub beginnt mit einer entspannten Anreise.

Lange Reisen in Flugzeug, Auto oder Bahn können das Risiko einer Thrombose erhöhen. Diese entsteht, wenn sich Blutgerinnsel in einer Vene bilden und das Gefäß verstopfen. Sie kommt vor allem in den Venen der Beine vor. Durch diese Blutgefäße wird das Blut vom Fuß zum Herzen zurücktransportiert.

Dabei hilft die sogenannte Muskelpumpe: das wechselnde An- und Entspannen der Muskeln, wenn wir uns bewegen. Sitzen oder liegen wir lange ohne ausreichende Bewegung, kann diese Muskelpumpe nicht wirken. Dadurch fließt das Blut in den Venen langsamer zum Herzen zurück und das Thromboserisiko erhöht sich.

Doch es gibt zahlreiche Tipps, um das Risiko einer Reisethrombose zu minimieren.

Besorgen Sie sich Reisestrümpfe im Sanitätshaus. Sie aktivieren durch kontrollierten, nach oben abnehmenden Druckverlauf die Muskelpumpe und damit die Blutzirkulation.

Außerdem sollten Sie auf Langstreckenflügen etwa doppelt so viel trinken wie sonst. Denn zusammen mit der trockenen Luft im Flugzeug kann zu wenig Flüssigkeit dazu führen, dass das Blut zu dick wird. Vermeiden Sie dabei "ausschwemmende" Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee oder Alkohol. Besser sind Wasser, Fruchtschorlen oder Kräutertee.

Ziehen Sie sich lockere Kleidung und bequeme Schuhe an. Bringen Sie mit Übungen wie Fußwippen und -kreisen die Blutzirkulation in Schwung. Vertreten Sie sich bei jeder Gelegenheit die Beine. Jede Muskelanspannung fördert den Blutrückstrom zum Herzen.

So steht Ihrem Traumurlaub nichts mehr im Wege!

Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Hilfsmittel (z. B. von medi) verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen und erhält sein medizinisches Hilfsmittel für seine individuellen Bedürfnisse.

Hier geht's zur unabhängigen Arztsuche der Stiftung Gesundheit.

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