Einzelhandel

Gesund bleiben im Einzelhandel trotz hoher Belastung

Gesundheitstipps für Berufe im Einzelhandel

Verkaufen mit Leib und Seele

Der Einzelhandel beschäftigt knapp drei Millionen Mitarbeiter. Drei Viertel davon sind Frauen (Quelle: Handelsverband Deutschland). Würden sie wegen Krankheit ausfallen, blieben die Läden geschlossen. Damit das nicht passiert, hier einige Tipps, wie Sie dauerhaft fit bleiben - trotz unterschiedlicher Kunden, unregelmäßiger Arbeitszeiten, anstrengender Tätigkeiten, Hautbelastungen und stundenlangen Stehens.

Einladende Dekorationen in den Schaufenstern, ansprechend arrangierte Waren, quirlige Betriebsamkeit, sanfte Musik, exotische Düfte und ein Schwätzchen mit der netten Verkäuferin. Shopping kann so schön sein. Zumindest für den Kunden. Der erwartet zuvorkommende und kompetente Beratung, sobald er den Laden betritt. Wichtige Voraussetzung dafür: Ein gesundes Verkaufspersonal, das sich wohlfühlt und zufrieden ist. Nicht selbstverständlich bei der hohen Arbeitsbelastung und den körperlichen Anforderungen, die das Arbeiten im Einzelhandel mit sich bringt. Hier lesen Sie, was Sie selbst tun können, um sich die Freude am Verkaufen zu bewahren.

Stress kontrollieren

Der Verkaufsraum füllt sich, die Schlange an der Kasse wächst, im Lagerraum stapelt sich die neue Ware und die Kollegin ist immer noch nicht in Sicht. Jetzt heißt es: Nerven behalten - das kommt auch Ihrer Gesundheit zugute. Es gibt viele Methoden zur Stressbewältigung. Oft hilft es schon, tief in den Bauch einzuatmen, positiv zu denken, sich einen Zeitplan zu machen, Prioritäten zu setzen und sich in der Freizeit beim Sport auszupowern.

Den Rücken stärken

Rückenstärkung

Beim Einrichten und Dekorieren des Ladens oder bei der Warenanlieferung müssen häufig schwere Gegenstände gehoben und getragen werden. Das geht nicht nur auf die Muskeln, sondern strapaziert auch die Wirbelsäule und Bandscheiben.

Deswegen: Ziehen Sie beim Tragen schwerer Lasten den Gegenstand möglichst nah an den Körper. Heben Sie aus den Beinen heraus und halten Sie den Rücken stets gerade. Außerdem: Nichts tragen, was man auch ziehen oder schieben kann. Benutzen Sie Tragehilfen und bitten Sie Kollegen um Unterstützung. Trainieren Sie Ihre Rückenmuskulatur, um den Halteapparat der Wirbelsäule zu kräftigen und die Bandscheiben zu entlasten.

Unregelmäßige Arbeitszeiten

Gerade im Einzelhandel müssen sich die Einsatzzeiten des Verkaufspersonals an Kundenströme anpassen. Dadurch entstehen unregelmäßige Arbeitszeiten für die Angestellten. Einsätze an Samstagen und in den Abendstunden sind die Regel. Um gesundheitlichen Beschwerden vorzubeugen, empfehlen Krankenkassen regelmäßiges Training mit einfachen Fitnessgeräten für Zuhause sowie Jogging oder Walking. Eine fettarme, eiweiß- und kohlenhydratreiche Kost hält zusätzlich fit.

Schützen Sie Ihre Haut

Beim Verkauf von unverpackten Lebensmitteln, Gefrorenem oder Blumen wird die Haut an den Händen stark beansprucht. Auch der häufige Umgang mit Reinigungsmitteln strapaziert sie. Um Reizungen, Ekzeme und allergische Reaktionen zu vermeiden, sollten Sie Schutzhandschuhe tragen und Ihre Hände mit einer reichhaltigen Creme pflegen. In vielen Unternehmen gibt es einen Hautschutzplan.

Leichte Beine!

Nach Angaben des Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft e.V. (RKW) verbringt eine Verkäuferin oder ein Verkäufer 70 bis 80 Prozent des Arbeitstages im Stehen. Zuviel, wenn man bedenkt, dass der menschliche Körper auf regelmäßige Bewegung ausgerichtet ist.

Die Folge: Gelenke, Bänder und Sehnen werden einseitig belastet und der Körper muss sich anstrengen, den Kreislauf aufrecht zu erhalten. Große Muskelgruppen sind dauerhaft angespannt und schlechter durchblutet. Die Wadenmuskelpumpe, die den Abtransport des verbrauchten Blutes unterstützt, arbeitet nicht mehr optimal. Die Venen dehnen sich aus und die Venenklappen schließen nicht mehr richtig. Das Ergebnis sind müde, schwere Beine. Es kann zur Bildung von Krampfadern kommen.

Deswegen unterstützen Sie während der Arbeitszeit medizinische Kompressionsstrümpfe ideal. Dabei handelt es sich um ein medizinisches Hilfsmittel, das vom Arzt verordnet werden kann und im Sanitätshaus individuell angepasst wird. Die medizinischen Kompressionstrümpfe von medi sehen aus wie normale Strümpfe, sind erhältlich in transparenten oder blickdichten Versionen sowie in vielen Standard- und Trendfarben.

Um Ihre Venen gesund zu erhalten, sollten Sie zusätzlich Sport treiben und Ihren Arbeitsalltag abwechslungsreich gestalten. Ware auffüllen und auszeichnen, Reinigungsarbeiten und Büroarbeit bieten eine effektive Abwechslung zum Stehen.

Und zu guter Letzt: Investieren Sie in bequemes Schuhwerk. Achten Sie dabei auf Passform, Weitenregulierung, Zehenfreiheit, nicht zu hohe Absätze, atmungsaktives Obermaterial und eine biegsame, rutschfeste Sohle.

Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Hilfsmittel (z. B. von medi) verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen und erhält sein medizinisches Hilfsmittel für seine individuellen Bedürfnisse.

Hier geht's zur unabhängigen Arztsuche der Stiftung Gesundheit.

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