Venenstripping

Das Venenstripping (Krampfadern ziehen) ist die häufigste Venen OP

Venenstripping - Krampfadern ziehen

Beim Venenstripping werden die betroffenen Venen des oberflächlichen Venensystems über kleine Hautschnitte herausgezogen (gestrippt). Das Verfahren ist auch als „Babcock-Operation“ oder „Venenstripping nach Babcock“ bekannt. Der amerikanische Arzt Babcock hatte die Methode 1907 erstmals beschrieben. Entfernt werden bei dieser klassischen Methode die erkrankten Teile der meist betroffenen großen Stammvene (medizinisch: Vena saphena magna), die von der Leistenbeuge bis zum Fußknöchel verläuft.

Vor dem Venenstripping

Die Stammvene kann nur entfernt werden, wenn das tiefe Venensystem gesund ist. Dieses wird zunächst mit einer Ultraschalluntersuchung (Dopplersonografie), manchmal auch zusätzlich mit einer Kontrastmitteldarstellung (Phlebografie) untersucht. Einige Tage vor dem Eingriff sollten kein Alkohol getrunken oder Medikamente genommen werden, die die Blutgerinnung verzögern. Dazu gehören die meisten Schmerzmittel.

So werden Krampfadern gezogen/gestrippt

Schritt 1

Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt.

Schritt 2

Zunächst wird mit einem kleinen Schnitt in der Leiste die Stammvene freigelegt.

Schritt 3

Dann werden einmündende Seitengefäße verschlossen und die große Vene selbst unterbunden.

Schritt 4

Den zweiten Schnitt setzt der Arzt unterhalb des erkrankten Venenabschnitts. Ist die gesamte Stammvene vom Krampfaderleiden betroffen, wird die Vene kurz über dem Innenknöchel freigelegt und hier ebenfalls unterbunden.

Schritt 5

Eine dünne, biegsame Sonde, die sogenannte Babcock-Sonde oder Venen-Stripper, wird meist von unten durch die Stammvene bis zur Leiste geführt. Mit Hilfe der Sonde kann der erkrankte Abschnitt der Vene herausgezogen werden.

Schritt 6

Nach dem Eingriff werden die Schnitte verschlossen und das Bein eng mit einem Kompressionsverband umwickelt.

Nach dem Venenstripping

Nach dem Eingriff müssen die Patienten für mindestens drei Monate Kompressionsstrümpfe tragen. Auch sollten sie längeres Sitzen und Stehen vermeiden. Mit einer Reihe von Kontrolluntersuchungen prüft der Arzt den Heilungsverlauf und das Behandlungsergebnis.

Das Venenstripping gilt als sehr sichere Methode der Krampfaderbehandlung. Mögliche Folgen des Eingriffs, die meist nach kurzer Zeit verschwinden oder durch die Kompressionsstrümpfe verhindert werden, können sein:

  • Blaue Flecken
  • Schwellungen
  • Spannungs- oder Druckgefühl in den Beinen
  • Empfindungsstörungen
  • Lymphstauung

Eher selten kann es zu Komplikationen kommen, wie:

  • Starke Schmerzen
  • Wundheilungsstörungen
  • Infektionen
  • Thrombose

Mit einer Krampfaderoperation kann die Venenschwäche an sich nicht therapiert werden. Patienten sollten daher auch nach einer erfolgreichen Venen-OP weiterhin täglich Kompressionsstrümpfe tragen, um so der Entstehung neuer Krampfadern vorzubeugen und lange Freude am Opersationsergebnis zu haben.

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Hier finden Sie weitere Informationen zu:

Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Kompressionsstrümpfe verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen. Der Patient erhält anschließend medizinische Kompressionsstrümpfe für seine individuellen Bedürfnisse.

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