Chiva-Methode

Als Alternative zum Ziehen der Krampfadern (Venenstripping) hat der französische Arzt Claude Franceschi in den 1980er-Jahren die Chiva-Methode entwickelt

Chiva-Methode - Definition

Chiva ist die Abkürzung für die französische Bezeichnung der Methode, die übersetzt sinngemäß bedeutet: Ambulante, venenerhaltende, den Blutfluss korrigierende Behandlung von Krampfadern.

Dabei macht sich die Chiva-Methode die Tatsache zunutze, dass das oberflächliche Venensystem aus zwei Sammelvenen (Stammvenen) und einer ganzen Anzahl von Seitenästen und Verbindungsvenen besteht. Haben sich im Venensystem Krampfadern gebildet, kommt es an einigen Stellen zu einem falschen Blutfluss. Erkrankte Bereiche werden nach einem festgelegten Muster unterbunden, um den korrekten Blutfluss durch die verbliebenen Venen wieder herzustellen.

So werden Krampfadern mit der Chiva-Methode behandelt

Die Krampfaderbehandlung nach der Chiva-Methode wird in aller Regel ambulant und mit örtlicher Betäubung durchgeführt. Zunächst untersucht der Arzt mittels Utraschall das von Krampfadern betroffene Venensystem. Danach entscheidet er, an welchen Stellen die Venen unterbunden werden müssen und zeichnet sie auf dem Bein an. An diesen Stellen werden kleine Schnitte gesetzt, die Krampfadern hervorgezogen, mit einem Faden abgebunden und durchtrennt. Die meisten Schnitte sind sehr klein und müssen daher nicht genäht, sondern nur mit einem Klammerpflaster versorgt werden.

Neben Teilen der Stammvene müssen eventuell auch einige Seitenäste unterbunden werden, um ein Zurückfließen des Blutes im Venensystem zu verhindern. Da das Venensystem nicht mehr durch den falschen Blutfluss belastet wird, bilden sich die Krampfadern nach einiger Zeit zurück.

Nachbehandlung

Nach dem Eingriff müssen die Patienten sechs Wochen lang Kompressionsstrümpfe tragen. Eine Nachuntersuchung ist nach sechs bis acht Wochen erforderlich. Dabei werden – falls nötig – mit einem ergänzenden Eingriff weitere Seitenäste des Venensystems verödet. Die Chiva-Methode gilt als sicher und erfolgreich, sofern sie von einem in der Methode geschulten, erfahrenen Arzt angewandt wird.

Mit einer Krampfaderoperation kann die Venenschwäche an sich nicht therapiert werden. Patienten sollten daher auch nach einer erfolgreichen Venen-OP weiterhin täglich Kompressionsstrümpfe tragen, um so der Entstehung neuer Krampfadern vorzubeugen und lange Freude am Operationsergebnis zu haben.

Nebenwirkungen

Wie bei allen Eingriffen kann es auch hier zu unerwünschten Wirkungen kommen, die jedoch meist harmlos sind.

Hierzu zählen:

  • Allergische Reaktion auf das örtliche Betäubungsmittel
  • Blaue Flecken
  • Empfindungsstörungen

Kompressionsstrümpfe von medi

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Kompressionsstrümpfen von medi.

Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Kompressionsstrümpfe verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen. Der Patient erhält anschließend medizinische Kompressionsstrümpfe für seine individuellen Bedürfnisse.

Hier geht's zur unabhängigen Arztsuche der Stiftung Gesundheit.

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