Venenentzündung

Bei einer Venenentzündung (medizinisch: Phlebitis) ist die Venenwand einer Vene entzündet

Beinvenen

Venenentzündung - Örtlich begrenzt und schmerzhaft

Meist sind die oberflächlich verlaufenden Venen betroffen (Phlebitis superficialis). Die Entzündungen entstehen oft im Zusammenhang mit Krampfadern in den Beinvenen, aber auch die Armvenen und eher selten die Venen an Hals und Gesicht können betroffen sein. Eine Venenentzündung ist in der Regel örtlich begrenzt und kann mitunter sehr schmerzhaft sein. Der betroffene Abschnitt der Vene ist als roter, erwärmter, oft auch geschwollener Bereich auf der Haut sichtbar. Bei Entzündungen, die durch Bakterien verursacht werden, kann Fieber hinzukommen.

Es sollte sofort ein Facharzt (Phlebologe, Angiologe, Gefäßchirurg, Hautarzt) aufgesucht werden. Infolge der Venenentzündung können sich Blutgerinnsel (Thrombosen) entwickeln. Ist eine tiefe Beinvene entzündet, kann eine Thrombose entstehen, die auch als tiefe Beinvenenthrombose oder Phlebothrombose bezeichnet wird. Wandert die Thrombose in die Lunge, spricht man von einer Lungenembolie, die tödlich verlaufen kann.

Ursachen für eine Venenentzündung

Ein verlangsamter Blutfluss ist die häufigste Ursache für eine Venenentzündung. Es entstehen Entzündungsreaktionen an der geschwächten Venenwand, die oft mit Krampfadern vorbelastet ist. Aber auch wenn die Vene an einer Stelle durch zu enge Kleidung oder zum Beispiel eine harte Stuhlkante über längere Zeit zusammengedrückt wird, kann eine Venenentzündung entstehen.

Eine häufige Ursache sind auch Venenzugänge, die der Arzt für Infusionen oder die Medikamentengabe legt und die für mehrere Tage in der Vene bleiben. Eine Venenentzündung kann dann durch eine Verletzung der Venenwand oder durch eingedrungene Bakterien entstehen. Zudem können sich Venenentzündungen nach Operationen und längerer Bettlägerigkeit bilden.

Was passiert, wenn eine Venenentzündung unbehandelt bleibt?

Entzündungen der oberflächlichen Venen, die frühzeitig entdeckt und therapiert werden, bilden sich ohne Folgen oft innerhalb weniger Tage zurück. Bleiben die Symptome einer Venenentzündung unbehandelt, kann sie sich weiter ausbreiten und über mehrere Wochen Schmerzen verursachen. Besonders heikel ist es, wenn die Venenentzündung in der Nähe eines Abzweiges in das tiefe Venensystem auftritt. Unbehandelt kann daraus eine tiefe Venenthrombose entstehen, mit dem Risiko einer gefährlichen Lungenembolie.

Venenentzündungen vorbeugen

Tipps für den Alltag, die einer Venenentzündung vorbeugen kann:

  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich
  • Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen
  • Machen Sie Fußgymnastik, um die Venenpumpe in Gang zu setzen
  • Lassen Sie Krampfadern behandeln
  • Tragen Sie täglich medizische Kompressionsstrümpfe, wenn Ihre Beine mit Krampfadern vorbelastet sind
  • Geben Sie das Rauchen auf

Venentherapie

Hier finden Sie weitere Informationen zur Venentherapie.

Kompressionsstrümpfe von medi

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Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Kompressionsstrümpfe verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen. Der Patient erhält anschließend medizinische Kompressionsstrümpfe für seine individuellen Bedürfnisse.

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