Venenerkrankungen

Venenleiden hat verschiedene Auslöser

Venenerkrankungen

Was sind Venenerkrankungen?

Die Beinvenen sind dabei besonders gefordert. Machen sie schlapp, staut sich Blut in den Beinen und es kommt zu verschiedenen Formen von Venenleiden.

Venenerkrankungen sind eine Volkskrankheit. Viele Männer und Frauen in Deutschland haben sogar ein chronisches Venenleiden. Häufig ist die Veranlagung genetisch bedingt, doch auch Faktoren wie überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeiten, Übergewicht und wenig Bewegung spielen eine Rolle. Schwere, müde Beine, ein Kribbelgefühl oder geschwollene Knöchel können auf eine Venenschwäche hinweisen. Wer die Symptome richtig deutet und rechtzeitig aktiv wird, kann Venenveränderungen wirksam entgegensteuern.

Beispiele für Venenerkrankungen

Klassische Beispiele für eine Venenerkrankung sind:

Das Venensystem

Während die Arterien das Blut vom Herzen in den Körper transportieren, befördern die Venen das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen – entgegen der Schwerkraft. Unterstützt wird dieser Vorgang durch die sogenannte Wadenmuskelpumpe der Beinmuskulatur und die Venenklappen. Sie verhindern wie ein Ventil, dass das Blut in der Vene wieder zurückfließt. Ist das System nicht mehr leistungsfähig genug, staut sich Blut in den Beinen. Es kommt zu Besenreisern, Krampfadern, Venenentzündungen und – im stark fortgeschrittenen Stadium – zu einer offenen Wunde am Bein.

Symptome und Anzeichen

Lange bevor Sie Krampfadern (Varizen) oder andere sichtbare Beschwerden entdecken, haben sich meist schon erste Veränderungen an Ihren Beinvenen entwickelt. Müde oder juckende Beine, geschwollene Knöchel am Abend und kribbelnde oder schmerzende Beine sind erste Signale für ein Venenleiden. Ein wichtiges Vorzeichen sind die sogenannten Warnvenen, ein Kranz erweiterter Venen am Knöchel.

Später kommt es zu Schwellungen durch eingelagertes Wasser, den sogenannten "dicken Beinen". Suchen Sie einen Phlebologen auf, damit dieser geeignete Therapiemaßnahmen für Sie auswählt.

Übrigens: Die Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und risikolos!

Die CEAP-Klassifikation

(flexikon.doccheck.com/de/CEAP-Klassifikation: Rabe, Eberhard; Gerlach, Horst E. (2005): Praktische Phlebologie. 2. überarb. A. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.)

Stadium

C 0
C 1
C 2
C 3
C 4a
C 4b
C 5
C 6 

Veränderungen

Keine sichtbaren Zeichen einer Venenerkrankung
Besenreiser, Teleangiektasien oder retikuläre Venen
Varikose ohne klinische Zeichen einer chronisch-venösen Insuffizienz
Varikose mit Ödem
Varikose mit trophischen Hautveränderungen unterteilt in:
Pigmentierung oder Ekzem
Lipodermatosklerose oder Athrophie blanche
Varikose mit abgeheiltem Ulcus cruris
Varikose mit floridem Ulcus cruris

Risikofaktoren

Eine Venenschwäche ist oft genetisch bedingt. Doch Faktoren wie eine grundsätzliche Bindegewebsschwäche, Schwangerschaften und Hormonumstellungen begünstigen ein Venenleiden. Auch Alkohol, der gefäßerweiternd wirkt, Übergewicht und andauernde Verdauungsstörungen beeinflussen Venenerkrankungen.

Ungünstig sind zudem Verhaltensweisen wie:

  • Häufiges Stehen
  • Langes Sitzen
  • Mangelnde Bewegung

Vorbeugung

"Lieber Laufen und Liegen – statt Sitzen und Stehen." So lautet die Faustregel der deutschen Venen-Liga e.V.. Bewegung und gezielte Venengymnastik halten Ihre Venen elastisch und gesund. Die abwechselnde An- und Entspannung der Beinmuskulatur bringt den Blutfluss richtig in Schwung. Auch Wechselduschen sind eine Wohltat für Ihre Beine.

Fangen Sie an, regelmäßig Kompressionsstrümpfe zu tragen. Damit beugen Sie auch Besenreisern und Krampfadern vor. In vielen Fällen genügen schon Strümpfe mit leichteren Kompressionsklassen. Im Sanitätshaus gibt es modische Modelle, die sich optisch kaum von einem normalen Strumpf unterscheiden.

Apropos Styling: Ersetzen Sie Ihre High Heels öfter durch flache Schuhe.

Der Grund: Auf High Heels übt der Fuß nur noch eine geringe Muskeltätigkeit aus und der Muskeldruck auf das Venensystem wird schwächer. In flachen Schuhen hingegen kann der Fuß gut abrollen, was wiederum die Wadenmuskelpumpe aktiviert.

Wie können Venenerkrankungen therapiert werden?

Venenleiden sind zwar nicht heil-, aber gut therapierbar. Sogar bei fortgeschrittenen Krankheitsbildern gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden. Zu den wichtigsten zählen die Kompressionstherapie sowie die Venenoperation.

Kompressionsstrümpfe von medi

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Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Kompressionsstrümpfe verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen. Der Patient erhält anschließend medizinische Kompressionsstrümpfe für seine individuellen Bedürfnisse.

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