Phlebologenkongress 2016

medi fördert den Austausch zwischen Ärzten und Fachhändlern

Phlebologenkongress 2016

medi auf der 58. Jahrestagung der DGP in Dresden

Auf der 58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) vom 7. bis 10. September 2016 in Dresden bot medi erstmals Workshops für Ärzte und Mitarbeiter des Sanitätsfachhandels auf einem Kongress an. Im Internationalen Congress Center Dresden kamen daher Vertreter beider Zielgruppen zum regen Wissensaustausch zusammen.

Highlights

Highlights waren die praxisnahen Ganztagesworkshops mit Referentin Gitti Lieske zur „Kompression in der Phlebologie“ und „Kompression in der Lymphologie“. Sie richteten sich in erster Linie an Mitarbeiter des Sanitätsfachhandels und standen auch Ärzten und medizinischen Fachangestellten offen. Der erste Workshop konzentrierte sich auf medizinische Grundlagen zum Blutkreislauf, zu Ursachen und Risikofaktoren der Venenerkrankungen, auf die richtige Verordnung anhand von Rezeptbeispielen, auf das Anmessen von Kompressionsstrümpfen und auf den Umgang mit der Maßtabelle.

Am zweiten Tag erfuhren die Teilnehmer Grundlagen der Lymphologie sowie zum Lymph- und Lipödem, zur Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE), zu verschiedenen Flachstrickqualitäten, zur Basisversorgung und zu Zusätzen.

Darüber hinaus lag der Fokus auf dem richtigen Maßnehmen für Flachstrickqualitäten und auf Unterschieden zwischen dem phlebologischen und lymphologischen Maßnehmen. Für die erfolgreiche Teilnahme an den Kongressworkshops gab es erstmals Zertifikate von der DGP und medi. Anja Wipfer vom Sanitätshaus elomed in Ettlingen zeigte sich begeistert: „Die Schulungen waren so spannend wie ein guter Krimi. Ich nehme daraus sehr viel für meine tägliche Arbeit mit.“

Im Fokus: Das neue Wundtherapiekonzept

Das neue Wundtherapiekonzept

Großes Interesse weckte auch der Workshop zur „Kompressionstherapie Ulcus cruris: Alltag und Alternativen, Forschung und Praxis“. Zunächst referierte Carsten Hampel-Kalthoff, Geschäftsführer von ORGAMed Dortmund und Krankenpfleger, über die Herausforderungen in der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden. Er hob hervor, dass die Kompression in der Therapie des offenen Beines (Ulcus cruris venosum) die wichtigste Rolle einnimmt.
Anschließend informierte er über den aktuellen Stand der Kompressionstherapie in Deutschland. So ging er auf eine Befragung von Pflegefachkräften im Rahmen des europäischen Wundkongresses EWMA in Bremen 2016 ein. Sie ergab, dass diese oft unsicher in der Durchführung der Kompressionstherapie sind und sich nicht optimal ausgebildet fühlen.

Eine weitere Erhebung hob hervor, dass die Mehrheit der Pflegefachkräfte nicht weiß, welche Wickeltechnik sie anwenden oder anordnen soll. (1) Hampel-Kalthoff erwähnte, dass in der Ausbildung sehr wahrscheinlich noch Optimierungspotentiale zum Thema Kompression bestünden. Der Referent geht davon aus, dass die Qualität der Kompressionstherapie durch den Einsatz von Kompressionssystemen wie Ulcus-Strümpfen oder adaptiven Kompressionsversorgungen zunehmen und die Lebensqualität der Patienten steigen würde. Seiner Ansicht nach würden auch die Kosten für die Behandlung von Patienten mit einem Ulcus cruris durch eine fachgerechte Kompressionstherapie sinken. Stefanie Ascher von medi ging in ihrem Vortrag auf die Herausforderungen der aktuellen Versorgung von Menschen mit Ulcus cruris venosum ein und stellte eine Alternative vor. Mit der adaptiven Kompressionsversorgung von medi kann eine hohe Adhärenz erzielt werden.

Der Patient wird zum Therapeuten in eigener Sache, denn er kann die Therapieschritte selbstständig durchführen und beispielsweise den korrekten Kompressionsbereich einstellen. Bei sich verringernden Beinumfängen wird die Kompressionsversorgung auf die reduzierten Umfänge einfach angepasst, sodass eine erneute Maßversorgung entsteht, ohne ein neues Produkt zu benötigen. Dadurch ist das System kosteneffizient. Die Teilnehmer des Workshops konnten sich selbst davon überzeugen, wie einfach und schnell die Kompressionsversorgung – zum Beispiel zur Körperpflege – an- und abzulegen ist. Ascher hob auch das angenehme Tragegefühl für den Patienten hervor. Der Präsident der DGP, Prof. Dr. med. Markus Stücker war mit der Premiere der medi Workshops mehr als zufrieden: „Erstmals ist es uns gelungen, Ärzte und Fachhändler auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie zusammenzubringen, um so den gemeinsamen Austausch zu fördern und zu intensivieren.

Die Workshops boten beiden Zielgruppen eine hervorragende Gelegenheit, sich über den jeweiligen Berufsalltag, Krankheitsbilder, Verordnungen und die Versorgungsrealität auszutauschen. Gleichzeitig konnten beide Seiten einander nahebringen, wie sie sich – zum Wohle des Patienten – eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Arzt und dem Fachhandel vorstellen. Wir glauben, dass Workshops dieser Art daher eine Zukunft haben.“

Weitere Ergebnisse zur mediven Beobachtungsstudie

Unter dem Titel „MKS-Versorgung: Wunsch und Wirklichkeit“ stellte Dr. Christine Schwahn-Schreiber, weiterführende Analysen und Ergebnisse der mediven Beobachtungsstudie vor (2, 3). Sie gehörte zum wissenschaftlichen Beirat der Studie. Der Schwerpunkt der erweiterten Auswertung lag auf der Versorgungsrealität, hier insbesondere auf der Verordnungsfrequenz, den Anziehhilfen sowie der Differenzierung von Verordnungen nach CEAP* und BMI. Bei den Teilnehmern der mediven Beobachtungsstudie dominierten BMI- und CEAP-unabhängig die Verordnung medizinischer Kompressionsstrümpfe (MKS) von leichter Qualität (2, 3). Dr. Schwahn-Schreiber hob hervor, dass übergewichtige und adipöse Patienten, aber auch normalgewichtige Patienten, tendenziell jedoch von der Verordnung mittlerer und gegebenenfalls starker Strumpfqualitäten profitieren können. Die patientenindividuelle Versorgung mit rundgestrickten MKS könnte folglich in der ambulanten Praxis unter Berücksichtigung der Patienteneigenschaften besser genutzt werden.

Informationen zur mediven Beobachtungsstudie sowie weitere Informationen zu medi Produkten sind im medi Service-Center erhältlich:
Telefon 0921 912-333, E-Mail auftragsservice@medi.de

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