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Erstes digitales Kunden-Event von medi

Zusammenarbeit mit Fachhandel weiter stärken

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Der medizinische Hilfsmittelhersteller medi möchte auch in der aktuell herausfordernden Zeit nah bei seinen Kunden sein. Die Lösung: ein digitales Kunden-Event. Ende Februar 2021 stellte medi dem Fachpublikum seinen neuen rundgestrickten medizinischen Kompressionsstrumpf mediven angio* virtuell vor. Er schließt die bisherige Versorgungslücke bei chronischen Venenerkrankungen (CEAP C0s – C5) und gleichzeitig leichter bis mittelschwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und / oder Diabetes mellitus. Die Experten von medi führten durch die Produktvorteile. Im Dialog gab Fachärztin Dr. Pia Kipke zusammen mit Dr. Annette Erhardt, Leitung Medical Affairs medi, umfassende Einblicke in die klinische Studie.

„Es ist uns ein Herzensanliegen, unsere Kunden mit wichtigen medi Themen zu erreichen – der persönliche Austausch ist von unschätzbarem Wert. Außergewöhnliche Zeiten erfordern neue Konzepte: Unser digitales Kunden-Event ist eine spannende Alternative, um auch in Zeiten des Abstands nah zu sein und unsere Beziehung zum Fachhandel weiterhin zu stärken. Wir haben eine klare Perspektive: Gemeinsam mit den Experten des Fachhandels Märkte zu gestalten, die Versorgung im Kompressionsbereich weiter auszubauen und für den mediven angio im Speziellen, neue Patientengruppen zu erschließen“, so Ilona Hoff, Leitung Department Compression medi, zum ersten digitalen Kunden-Event des medizinischen Hilfsmittelherstellers. 

Die Botschaft des digitalen Events: den medizinischen Kompressionsstrumpf (MKS) mediven angio zu erleben und die Begeisterung gemeinsam mit dem Fachhandel nach außen zu den Patienten zu tragen. Über eine Chat-Funktion konnten die Teilnehmer live in den Dialog treten oder Fragen im Anschluss an die jeweilige Handelsvertretung stellen.

Einzigartige Produkt-Features – viel Know-how im Detail

Zum Auftakt tauschte sich Klaus Herold, Vertriebsleitung Department Compression medi und Moderator des Events, mit Katrin Schiener, Produktmanagerin des mediven angio bei medi, aus. Sie gab Einblicke in die Entwicklung des neuen MKS mediven angio. Ausgangssituation für die Produktneuentwicklung war die Verordnungs- und Versorgungsunsicherheit bei Patienten mit chronischen Venenerkrankungen und gleichzeitig leichter bis mittelschwerer pAVK und / oder Diabetes mellitus. Ziel war es, die bisherige Versorgungslücke zu schließen. „Um die speziellen Bedürfnisse dieser Patienten zu bedienen, haben wir besondere Produkt-Features entwickelt. Es steckt viel Know-how im Detail“, so Katrin Schiener.                                                                           
Anhand eines Produktmusters führte Katrin Schiener durch die Features. Dazu zählen: 

  • Extralange, flache Spitzennaht bis über die Zehengrundgelenke schützt die sensiblen knöchernen Vorsprünge. So wird die Durchblutung der Haut aufrechterhalten und einer Schädigung der Zehen oder Hautstörungen vorgebeugt.
  • Merino-Plüsch-Polsterung im gesamten Fußbereich bis über die Knöchel schützt den sensiblen Fußbereich und vermeidet Druckspitzen bei Sensibilitäts- und Hautstörungen. Mit seinen thermoregulierenden Eigenschaften sorgt Merino für ein sehr gutes Feuchtigkeitsmanagement im Fußbereich.
  • Die feste Rippenstruktur bietet eine optimale und effektive Kompression mit idealem Verhältnis zwischen Ruhe- und Arbeitsdruck. Die Kompressionswirkung des Strumpfes berücksichtigt die Gegebenheiten des beeinträchtigten arteriellen Systems der Anwender sowie deren beeinträchtigte Druck- und Schmerzempfindlichkeit. Die griffige Rippenstruktur sorgt für einen festen Halt am Bein, einen angenehmen Tragekomfort und gibt eine hilfreiche Orientierung zum korrekten Anlegen des Strumpfes. 
  • Geringerer Kompressionsdruck im Fußbereich aufgrund der besonderen Herausforderungen der Patienten. Ein Kompressionsdruck ist im Vorfußbereich nötig, um bereits entstandene Ödeme halten zu können beziehungsweise diesen entgegenzuwirken. 
  • Erhältlich in den Farben Schwarz und Caramel. Der Vorteil der Farbe Caramel: Sie eignet sich zur schnellen Erkennung von Flüssigkeits-Absonderungen bei etwaigen oberflächlichen Wunden durch die Dunkelfärbung des Gestricks.

medi ging auch offen mit möglichen Fragen zum Produkt um. Bei dem sichtbaren Übergang zwischen dickerem zu dünnerem Plüschmaterial handelt es sich um einen oberflächlichen Abdruck, der keine negativen Auswirkungen auf die Durchblutung der Haut hat. Dies bestätigte die klinische Studie. (1)                                                                                                                          

Weiterer großer Vorteil:  Der mediven angio wurde innerhalb der Produktgruppe 17 ins Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen. Die Hilfsmittelnummern in der Übersicht:                                                                                                                                           
mv angio Serie KKL 1: 17.06.01.0124
mv angio Serie KKL 2: 17.06.01.1225
mv angio Maß KKL 1: 17.06.10.0093
mv angio Maß KKL 2: 17.06.10.1138

Verordnungssicherheit und Versorgungssicherheit bestätigt: Experten geben Einblicke in klinische Studie    

Im Fokus: Verordnungssicherheit für den Arzt, Versorgungssicherheit für Fachhändler und Sicherheit in der Therapie für Patienten. Diese baut auf zwei Säulen auf: Neben den einzigartigen Produkt-Features wurde die Sicherheit in einer klinischen Studie wissenschaftlich bestätigt: „Der Einsatz des medizinischen Kompressionsstrumpfes mediven angio ist bei Patienten mit Venenerkrankungen und gleichzeitig leichter bis mittelschwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und / oder Diabetes mellitus sinnvoll und sicher.“ (1) In der klinischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass keinerlei Hautläsionen aufgetreten sind und dass die Anwendung des mediven angio somit sicher ist. Dr. Annette Erhardt, Leitung Medical Affairs bei medi, und die zugeschaltete Fachärztin für Gefäßchirurgie, Dr. Pia Kipke, gaben im Dialog vertiefende Einblicke. 

Zum Hintergrund: Die klinische Studie wurde als wissenschaftliche Basis am Universitätsklinikum Erlangen unter der Leitung von Prof. Dr. Lang und Dr. Rother an der Gefäßchirurgischen Abteilung durchgeführt. Diese Daten sollen in den Versorgungsalltag transferiert werden. Als Einstieg gab Dr. Pia Kipke Einblicke in die Situation der Patienten mit chronischen Venenerkrankungen und den Begleiterkrankungen pAVK und / oder Diabetes mellitus. Diese Patienten sind im Kontext der Kompressionstherapie aktuell unterversorgt, da sie aufgrund ihrer chronischen Venenerkrankung zwar klare Indikationen für eine medizinische Kompressionstherapie aufweisen, die Begleiterkrankungen jedoch Risiken darstellen. Bei einer chronischen Venenerkrankung in Kombination mit pAVK bestehen laut Dr. Pia Kipke insbesondere Risiken in der Peripherie an den Zehen, am Fuß und an den Unterschenkeln, also dort, wo Kompression stattfindet. Bei Diabetikern kommen zusätzlich zu den Durchblutungsstörungen Sensibilitätsstörungen hinzu, wodurch die Kompressionstherapie erschwert wird.                                   

„Um auf die besonderen Herausforderungen dieser Patienten einzugehen, bedarf es spezieller Produkteigenschaften. Der mediven angio wurde vor allem mit Fokus auf die Peripherie entwickelt, mit dem Ziel, die Versorgungslücke zu schließen, den bisherigen Risikopatienten eine medizinische Kompressionstherapie zuzuführen und die Patienten dauerhaft mit medizinischer Kompression versorgen zu können“, so Dr. Annette Erhardt.                                                                                                           

Im Dialog gab Dr. Pia Kipke Einblicke in die Konsequenzen, wenn diesen Patienten keine Kompression zugeführt wird. Die chronischen Venenerkrankungen sorgen durch das Ödem, das durch die Venenschwäche bedingt ist, für mannigfaltige Probleme. Hinzu kommen die Begleiterkrankungen pAVK und / oder Diabetes mellitus. Durch das Ödem ist der Gasaustausch im Gewebe behindert, was einen Sauerstoffmangel im Gewebe und eine Schädigung des Gewebes nach sich zieht. Eine verminderte Durchblutung wiederum führt zu einer erhöhten Ödembildung – ein Teufelskreis. Kompression kann für eine deutliche Verbesserung sorgen, da das Ödem reduziert wird, das sauerstoffarme Blut in den Venen besser abtransportiert und folglich der arterielle Einstrom des sauerstoffreichen Blutes unterstützt wird.  Wichtig: Der Patient muss den MKS konsequent tragen, um die Symptome zu lindern und die Durchblutung zu verbessern. 

Inhalte und Ergebnisse der klinischen Studie

Beobachtet wurden Patienten mit chronischer Venenerkrankung mit gleichzeitig leichter bis mittelschwerer pAVK sowie mit Diabetes mellitus. Der Fokus der klinischen Studie lag auf dem Parameter Sicherheit, also die Vermeidung von Hautläsionen, Druckspitzen und die stabile Hautdurchblutung.                                                                                                                         

Die Patienten haben den MKS sehr gut toleriert. Es konnten sehr gute Ergebnisse an den richtigen Messpunkten (unter anderem am Großzeh und am Knöchel) nachgewiesen werden, wodurch ein sehr hohes Maß an Sicherheit bestätigt wurde. (1) Dr. Pia Kipke betonte deren Wichtigkeit, da die Datenlage in Bezug auf die Sicherheit bisher kritisch war. Es gab wenig Daten und herrschte somit Verordnungsunsicherheit.                                                                                                                                 

Ein weiterer wichtiger Faktor: die Zufriedenheit der Patienten, die Einfluss auf die Therapietreue hat. Mit der durchschnittlichen Bewertung des Tragekomforts in der klinischen Studie auf der Skala 1 bis 10 (1= optimaler, sehr hoher Tragekomfort) mit 1,84 bei KKL1 und 2,10 bei KKL2 herrschte eine hohe Patientenzufriedenheit.                                                                                     

Können die Studienergebnisse auf Patienten mit beiden Begleiterkrankungen übertragen werden?                                   

In der klinischen Studie wurden primär beide Erkrankungen in Kombination mit chronischen Venenerkrankungen getrennt betrachtet. Bei beiden chronischen Begleiterkrankungen wurde die Sicherstellung der Hautdurchblutung sowie die Vermeidung von Hautläsionen und Druckstellen nachgewiesen, somit konnte eine Sicherheit bei beiden Erkrankungen bestätigt werden.(1) Da die Herausforderungen der Peripherie die Gemeinsamkeit von pAVK und Diabetes mellitus darstellt, können die Ergebnisse auch auf Patienten mit beiden Begleiterkrankungen übertragen werden.                                                                                                  
Die Kompressionsklasse muss dabei patientenindividuell bestimmt werden. Das Credo von Dr. Pia Kipke: „Lieber Klasse 1 als keins.“ Laut S2k-Leitlinie "Medizinische Kompressionstherapie" soll immer die niedrigste wirksame KKL bevorzugt werden. (2) Bei Patienten mit chronischer Venenerkrankung und gleichzeitig leichter bis mittelschwerer pAVK und / oder Diabetes mellitus handelt es sich zudem um Einsteiger in der medizinischen Kompressionstherapie, da hier vorher eine Versorgungslücke vorhanden war. Um den Einstieg zu erleichtern und somit für Therapietreue und -erfolg zu sorgen, gibt es den MKS mediven angio aktuell in der Länge AD.                                                                                                                                                     

Netzwerkarbeit zwischen Arzt, Fachhandel und Patient

Bei den chronischen Venenerkrankungen, pAVK und Diabetes mellitus handelt es sich um chronische Erkrankungen, die einer langfristigen und in der Regel dauerhaften Betreuung bedürfen. Eine funktionierende Netzwerkarbeit ist laut Dr. Pia Kipke wichtig, um eine patienten- und indikationsgerechte Versorgung zu ermöglichen: „Neben der Abstimmung mit dem Allgemeinarzt ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachhandel wichtig, da dieser den Patienten schult, ihm Sicherheit gibt und den MKS erklärt. Ich pflege deswegen eine enge Feedback-Kultur. Angehörige und Patienten können so auf ein gefestigtes Netzwerk zurückgreifen. Es entsteht eine maximale Compliance des Patienten mit einer konsequenten Kompressionstherapie, um weiteren Schaden zu vermeiden und den größtmöglichen Benefit für den Patienten zu erreichen.“                                         

Abschließend unterstrichen Klaus Herold und Ilona Hoff die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit mit dem Fachhandel. medi hat Unterlagen mit den wichtigsten Informationen zum mediven angio für diesen zusammengestellt. „Wir freuen uns darauf, unser gesammeltes Wissen nach außen weiterzugeben. Wir wollen gemeinsam mit dem Fachhandel die beste Versorgung sichern und die Begeisterung beim Patienten spüren. Dieser ist in den Händen der Fachhändler sehr gut aufgehoben und kann sich getreu unseres Slogans „medi – ich fühl mich besser“ durch unser Produkt gestärkt fühlen“, schloss Ilona Hoff das erste digitale Kunden-Event von medi ab. 

Fachinformationen für den Sanitätsfachhandel sind unter Telefon 0921 912-111, E-Mail auftragsservice@medi.de erhältlich. Für zuverlässiges Maßnehmen des mediven angio bietet medi das digitale Tool medi vision, um im Anschluss das Produkt gemeinsam mit dem Patienten zu konfigurieren und im medi e-shop zu bestellen. Für mehr Informationen zum mediven angio kontaktieren Sie gerne Ihre medi Handelsvertretung Compression.

Surftipp:

www.medi.biz/angio

*Zweckbestimmung mediven® angio: Rundgestrickter medizinischer Kompressionsstrumpf zur Kompression der unteren Extremitäten, hauptsächlich bei der Behandlung von Erkrankungen des Venensystems.

Quellen:
(1) Rother U et al. Safety of medical compression stockings in patients with diabetes mellitus or peripheral arterial disease. BMJ Open Diab Res Care 2020;8:e001316.
(2) Rabe E et al. S2k Leitlinie: Medizinische Kompressionstherapie der Extremitäten mit Medizinischem Kompressionsstrumpf (MKS), Phlebologischem Kompressionsverband (PKV) und Medizinischen adaptiven Kompressionssystemen (MAK). Online veröffentlicht unter: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/037-005.html (Letzter Zugriff 04.01.2021).

medi – ich fühl mich besser. Für das Unternehmen medi leisten weltweit rund 3.000 Mitarbeiter einen maßgeblichen Beitrag, dass Menschen sich besser fühlen. Das Ziel ist es, Anwendern und Patienten maximale Therapieerfolge im medizinischen Bereich (medi Medical) und darüber hinaus ein einzigartiges Körpergefühl im Sport- und Fashion-Segment (CEP und ITEM m6) zu ermöglichen. Die Leistungspalette von medi Medical umfasst medizinische Kompressionsstrümpfe, adaptive Kompressionsversorgungen, Bandagen, Orthesen, Thromboseprophylaxestrümpfe, Kompressionsbekleidung und orthopädische Einlagen. Zudem fließt die langjährige Erfahrung im Bereich der Kompressionstechnologie auch in die Entwicklung von Sport- und Fashion-Produkten mit ein. Der Grundstein für das international erfolgreiche Unternehmen wurde 1951 in Bayreuth gelegt. Heute gilt medi als einer der führenden Hersteller medizinischer Hilfsmittel und liefert mit einem Netzwerk aus Distributeuren sowie eigenen Niederlassungen in über 90 Länder der Welt. www.medi.de, www.item-m6.com, www.cepsports.com

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