Die Virchowsche Trias

Ursächliche Faktoren für die Entstehung einer Thrombose

Die Darstellung der prophylaktischen Maßnahmen ist an den von Virchow als ursächlich erkannten verantwortlichen Faktoren für die Entstehung einer Thrombose orientiert.

  • Wandfaktor: Gefäßinnenwandschaden (Endothelschaden)
  • Kreislauffaktor: Mangelhafte Blutzirkulation bzw. verlangsamter venöser Rückfluss (Hypozirkulation)
  • Blutfaktor: Veränderung der Blutzusammensetzung bzw. erhöhte Blutgerinnungsneigung (Hyperkoagulabilität)

Kommen mehrere Risikofaktoren aus derselben oder auch aus unterschiedlichen Kategorien der Virchowschen Trias zusammen, steigt für den Betroffenen das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken erheblich. Der Hypozirkulation kommt dabei erwiesenermaßen die größte Bedeutung zu. Dieser Risikofaktor ist jedoch durch physikalische Maßnahmen sehr gut beeinflussbar.

Ob jedoch die Anwendung physikalischer Methoden alleine ausreichend ist, um der Entstehung einer Thrombose wirksam vorzubeugen, kann bisher in der Fachliteratur nicht abschließend geklärt werden.

Um auf den Faktor erhöhte Gerinnungsneigung, von Virchow als ein weiterer wesentlicher Risikofaktor bei der Entstehung einer Thrombose definiert, Einfluss zu nehmen, werden unterschiedlichste medikamentöse Therapien durchgeführt.

Therapiemöglichkeiten

Eine Kombination beider Therapiemöglichkeiten (medikamentös und physikalisch), scheint im Hinblick auf die Ursachenentstehung von Thrombosen sinnvoll zu sein. Es konnte in Studien belegt werden, dass z. B. die subkutan (unter die Haut) verabreichte Injektion von Heparin in Kombination mit medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfen zu einer deutlich verminderten Thromboeemboliehäufigkeit geführt hat.

In Deutschland kann davon ausgegangen werden, das als Standard für die Thromboseprophylaxe eine Kombinationsbehandlung aus physikalischer und medikamentöser Therapie mit niedermolekularem Heparin als lege artis gilt.

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