Sofort- und Frühmobilisation

Bewegung ist alles

Frühmobilisation

Früh wieder mobil

Unter Sofortmobilisation wird das Umhergehen noch am Operationstag verstanden, unter dem Begriff Frühmobilisation jedoch erst die Mobilisation am ersten postoperativen Tag.

In der klinischen Praxis wird immer mehr Wert auf die Sofort- und Frühmobilisation gelegt. Sie hat vielschichtige Effekte. Hier soll der Frage nach dem thromboseprophylaktischen Effekt nachgegangen werden.

Die Wirkungsweise dieser Prophylaxemaßnahme beruht auf der Aktivierung der Muskelpumpe. Der Patient muss einige Schritte laufen, oder ist das nicht möglich, zumindest auf der Stelle treten, damit die Muskelpumpe überhaupt zum Einsatz kommen kann.

Wird der Patient in den Sessel gesetzt, so ist eine Sitzposition erforderlich, in der weder die Gefäße in den Kniekehlen noch in der Leiste abgeknickt sind.

Cavaler Unterdruck

Im Rahmen der Mobilisation wird durch Bewegung das Atemzugvolumen gesteigert. Der Patient atmet tief durch. Dieser Effekt der Erzeugung eines cavalen Unterdrucks, kann auch durch Atemgymnastik oder andere pneumonieprophylaktische Maßnahmen hervorgerufen werden.

Im operativen Bereich ist hierfür jedoch ein gezieltes Augenmerk auf die Schmerzanamnese und -therapie zu richten.

Allgemein gilt es bei dieser Maßnahme zu beachten, dass der rückflusssteigernde Effekt nach Beendigung der Maßnahme wieder vorbei ist. Daher sollten, orientiert am Mobilisationsgrad eines Patienten, die Wachphasen z. B. zur ca. zehnmaligen Durchführung einer Atemübung je Stunde genützt werden.

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