Beinmanschetten

Intermittierende pneumatische Kompression

Die intermittierende pneumatische Kompression ersetzt die Arbeit der Wadenmuskelpumpe beim immobilen Patienten

Sie gilt als Methode der Wahl bei Patienten, die nicht aktiv treten können oder bei denen eine Heparin-Therapie nicht möglich ist.

Der Erfolg dieser Methode ist mit der prophylaktischen Wirksamkeit der Heparin-Therapie gleich zu setzen, da neben der Kompressionswirkung einerseits noch zusätzlich aus der Venenwand fibrinolytische Faktoren freigesetzt und wirksam werden. Sie wirken einer Thrombenbildung und einer vermehrten Gerinnungsneigung (Hyperkoagulabilität) entgegen.

Es werden dem Patienten Beinmanschetten, die in ihrem Aussehen und ihrer Funktion stark an Blutdruckmanschetten erinnern, von den Zehen bis zu den Oberschenkeln, um beide Beine gelegt. Die Füße sollten mit eingeschlossen sein.

Die Beinmanschetten werden in einem bestimmten Rhythmus mit einem bestimmten Druck automatisch aufgeblasen. Es entsteht ein von den Knöcheln in Richtung Oberschenkel sequentiell ansteigender bzw. abfallender Druck.

Die Behandlungszeit pro Sitzung sollte mindestens 20 Minuten betragen.

Leider konnte sich diese Thromboseprophylaxemaßnahme trotz ihrer nachgewiesenen Effektivität im mitteleuropäischen Raum nicht durchsetzen.

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