Prozessbeschreibung

Vom Erstgespräch bis zur Zielerreichung

Schritt für Schritt

Im Rahmen eines Informationsgespräches werden die einzelnen Schritte des medi intraspect-Prozesses erläutert.

Informationsgespräch

Im Rahmen eines Informationsgespräches werden die einzelnen Schritte des medi intraspect-Prozesses erläutert. Alle relevanten Fragen aus Sicht der Pflegedirektion und der Verwaltung werden beantwortet. Das Ziel ist, eine gemeinsame Grundlage für die Entscheidung zur Durchführung von medi intraspect zu schaffen.

Zustimmung zum Beratungsprozess

Diese erfolgt im Nachgang zum Informationsgespräch, indem wahlweise die Pflegedirektion oder die Verwaltungsleitung die Termin- und Ressourcenplanung erruiert und an medi sendet.

Termin- und Ressourcenplanung

Gemäß den Angaben erfolgt eine Konkretisierung des Beratungsprozesses in Form eines Projektplans. Dieser enthält die namentlich benannten Verantwortlichen und Ansprechpartner innerhalb des Hauses, die Namen und Funktionen der in Frage kommenden „Meditoren", sowie eine Meilensteinplanung für den weiteren Verlauf des Projekts. Die Projektplanung erfolgt in enger Abstimmung mit dem/der Projektverantwortlichen im Krankenhaus.

Projektvorstellung Abteilungs- und Stationsleitungen

In einem eigens hierzu anberaumten Termin oder im Rahmen einer turnusmäßig stattfindenden Stations- und Abteilungsleitersitzung werden den Verantwortlichen der mittleren Managementebene Ziel und Ablauf von medi intraspect erläutert. Im Mittelpunkt stehen Aspekte zur praktischen Umsetzung der IST-Aufnahme sowie der zeitlichen Festlegung der Datenerfassung. Die Ergebnissicherung erfolgt durch ein entsprechendes Handout, das allen Beteiligten ausgehändigt bzw. als Bestandteil des Protokolls zur Sitzung zugeleitet wird.

Schulung der Meditoren

Um eine einheitliche Datenerfassung zu ermöglichen, werden die Meditoren von medi in die Ziele und den Ablauf des medi intraspect-Programms eingeführt. In einer Kurzschulung zum Thema Thromboseprophylaxe werden die wesentlichen Grundlagen zu Wirkung und Anwendung von medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfen vermittelt. Zu den Schulungsinhalten gehören darüber hinaus die Handhabung der Datenerfassungsgeräte (PDA) sowie das Vorgehen beim Maßnehmen. Um zu gewährleisten, dass die Patienten im Rahmen der IST-Aufnahme ausreichend informiert sind und ihre Zustimmung zur Messung erteilen, werden spezielle Gesprächssituationen wie die Begrüßung und Verabschiedung diskutiert und ein gemeinsames Vorgehen festgelegt. Die Ergebnissicherung erfolgt in Form einer Anwesenheitsliste mit Handzeichen sowie durch ein Handout, das allen Meditoren ausgehändigt wird.

IST-Aufnahme

Am festgelegten Stichtag erfolgt das Vermessen aller an diesem Tag stationär behandelten Patienten durch die Meditoren. In Zweierteams werden alle Patienten zunächst über das Vorgehen informiert. Im Anschluss übernimmt ein Mitglied des Meditorenteams die Messung, während der andere die Dateneingabe in dem zu diesem Zweck von medi zur Verfügung gestellten Datenerfassungsgerät (PDA) vornimmt. Dadurch werden mögliche Fehlerquellen (falsche Messergebnisse, fehlerhafte Dateneingabe) weitgehend vermieden. Alle Patienten erhalten zum Abschluss der Messung als Aufmerksamkeit die Informationsbroschüre „Thromboseprophylaxe" mit wertvollen Gesundheitstipps für die Zeit während und nach dem Krankenhausaufenthalt. Dies entlastet das Krankenhaus bei seiner Aufgabe einer umfassenden Patientenaufklärung. Die Datenübertragung von den PDA erfolgt zunächst auf ein Notebook und von dort aus via gesicherte VPN - Leitung in die zentrale medi intraspect-Datenbank.

Auswertung

Die Struktur der medi intraspect-Datenbank erlaubt eine Auswertung der am Stichtag erfassten Daten in bezug auf:

  • die Gesamtzahl der erfassten Patienten (stations-/abteilungsbezogen sowie Klinik gesamt)
  • die Geschlechterverteilung
  • die Alterstruktur
  • die Anzahl der mit medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfen (MTS) versorgten Patienten
  • Anzahl und Verhältnis Größe MTS / erfasste Beine
  • Versorgungsanteil (IST-/SOLL-Vergleich)
  • Verhältnis korrekt / falsch bestrumpfte Beine

Präsentation der Ergebnisse

medi präsentiert den Projektverantwortlichen im Krankenhaus die Ergebnisse der Auswertung der IST-Aufnahme. Die Präsentation beinhaltet darüber hinaus den Benchmark zu vergleichbaren Kliniken und liefert eine erste Standortbestimmung zur aktuellen Versorgungsqualität im Krankenhaus. Auf dieser Basis können Ansätze für eine Optimierung der Versorgungsqualität identifiziert werden.

Zielbestimmung und Festlegung der Maßnahmen

Gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen im Krankenhaus werden auf Grundlage des Zwischenberichts die Ziele zur Optimierung der Versorgungsqualität definiert (z.B. durch Festlegung eines Prävalenzzielwertes) sowie die aus Krankenhaussicht geeigneten Maßnahmen zur Zielerreichung festgelegt. Hierzu können z.B. gehören:

  • die Schulung der MitarbeiterInnen zum Thema Thromboseprophylaxe / Anwendung von medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfen inkl. Sicherung der Ergebnisse
  • die Implementierung oder ggf. der Relaunch eines Pflegestandards Thromboseprophylaxe
  • eine bedarfsgerechte Ausstattung der Stationen / Abteilungen mit medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfen
  • die Installation einer internen Qualitätssicherung
  • ...

Durchführung der Maßnahmen

Gemäß Zeitplan werden die festgelegten Maßnahmen durchgeführt. Bei Bedarf werden diese Maßnahmen von medi begleitet.

Überprüfung der Zielerreichung

Entsprechend des im Rahmen der Zielbestimmung festgelegten Prävalenzzielwertes erfolgt eine erneute Datenerfassung im Krankenhaus (Prävalenzerhebung). Ihr Ablauf entspricht dabei dem Vorgehen bei der IST-Aufnahme. Die Auswertung der Prävalenzerhebung liefert Erkenntnisse darüber, in welchem Maße die festgelegten Ziele erreicht wurden oder ob ggf. neue oder veränderte Maßnahmen zu ergreifen sind. Nach Abschluss des medi intraspect-Programms dokumentiert das medi intraspect-Zertifikat die Konformität mit den definierten Anforderungen sowie die hohe Versorgungsqualität bei der physikalischen Thromboembolieprophylaxe im Krankenhaus.

medi unterstützt die Pressearbeit des Krankenhauses, um die erreichte hohe Versorgungsqualität öffentlichkeitswirksam darzustellen.

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