EXPOLIFE INTERNATIONAL 2017

Innovationen und informative Vorträge von medi

EXPOLIFE INTERNATIONAL 2017

Auf der 11. EXPOLIFE INTERNATIONAL in Kassel stellte medi unter anderem seine Neuheiten vor

Neuheiten und bewährte Produktkonzepte vorstellen, Kontakte pflegen und intensivieren, neue Impulse generieren – die EXPOLIFE INTERNATIONAL ist dafür die optimale Plattform. In diesem Jahr präsentierte der Hilfsmittelhersteller medi auf 220 Quadratmetern viele Innovationen, darunter Trendfarben für die Ödemtherapie, Einlagen mit Eukalyptus-Bezug oder für die Indikation Fersensporn sowie neue Analyse-Tools. Im Fokus stand der intensive Austausch mit den Fachbesuchern. Laut Veranstalter kamen vom 27. bis 29. April 8.017 Interessierte zur Messe nach Kassel und damit drei Prozent mehr als 2015. Über 230 Aussteller waren vor Ort.

Farbenfrohe Kompressionsstrümpfe für die Ödemtherapie

Auf der EXPOLIFE stellte medi erstmals die neuen mediven Trendfarben für flachgestrickte Kompressionsstrümpfe in der Ödemtherapie vor. Koralle, Mintgrün und Jeansblau sind fröhlich, energiegeladen und kombinationsstark. Die neuen Farben sind ab sofort für die Arm- und Beinstrümpfe (außer Qualität mediven sensoo) erhältlich. 

Trenfarben Flachstrick Ödemtherapie

 

Geschäftsbereich Footcare mit vielen Neuheiten

Der Bereich Footcare präsentierte die neue medi Ballerina und medi Gentleman Einlage mit limitiertem Eukalyptus-Bezug. Sie eignen sich perfekt für schmale Schuhe wie Ballerinas, Sneakers, Loafers und Mokassins. Für die Indikation Fersensporn stellte medi die neue Einlage igli Business heel vor. Sie dämpft und entlastet die empfindliche Fersenregion. Ein Highlight am Stand waren die medi Analyse-Tools (medi powered by Yellow & Blue), mit denen Fußfehlstellungen oder Haltungsschäden erkannt werden können.

Informative medi Seminare begeistern den Fachhandel

medi förderte auf der diesjährigen EXPOLIFE vor allem den Austausch mit dem Fachpublikum. Mehrere medi Seminare boten Fachhändlern spannende Themen aus ihrem Berufsalltag.

So referierte Ilona Wermers, Leitung Anwendungsberatung Lymphologie und Phlebologie bei medi, über die relevanten Aspekte bei der Versorgung von Ödempatienten. In ihrer Präsentation beschrieb sie die Krankheitsbilder Lip- und Lymphödem und ging auf deren Diagnose ein, zum Beispiel mit Hilfe des Stemmer´schen Zeichens, des Berührungstests oder der Körperbildanalyse. „Eine große Bedeutung in der Behandlung und Betreuung der Patienten haben die Lymphnetzwerke – bestehend aus einem lymphologisch ausgebildeten Arzt, Therapeuten und Sanitätshaus“, sagte Wermers. Patienten seien dort am besten aufgehoben.

Wermers beschrieb die Therapiekette im Rahmen der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) und setzte dabei den Fokus auf die Kompression und wie der Fachhandel Ödempatienten in ihrer Therapie unterstützen kann. Neben einer ausführlichen Beratung und der indikationsgerechten Vermessung seien vor allem das Üben des An- und Ausziehens der Kompressionsbekleidung sowie die Passformkontrolle wichtige Bausteine in der Betreuung von Ödempatienten. Aber auch ein besserer Tragekomfort, zum Beispiel dank eines Po-Forming-Leibteils oder eingearbeiteter Anti-Rutsch-Noppen, spezielle Zusätze wie eine Hallux-Entlastungszone oder trendige Farben spielen in der Kompressionstherapie eine große Rolle. Sie unterstützten die Therapietreue, so die Referentin. Wermers präsentierte daher das vielfältige Angebot von medi in der Flachstrickversorgung, darunter die neuen mediven Trendfarben sowie die mit dem iF DESIGN AWARD 2017 und dem Red Dot Design Award 2017 ausgezeichneten Fashion-Elemente.

Die medi Erlebniswelt – ein Shop-in-Shop-Konzept für den Fachhandel

Großes Interesse zeigten die Messebesucher auch am Seminar mit dem Titel „medi Erlebniswelt: Multisensuale Produkt-Inszenierung, effiziente Beratungsprozesse, attraktive Kundenbindungskonzepte“ von Christoph Schmitz, Leitung Marketing Medical bei medi. Er betonte, wie wichtig es für den Fachhandel sei, seinen Kunden ein Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg anzubieten, zum Beispiel im Sanitätshaus, auf der eigenen Webseite und beim Social-Media-Auftritt. In diesem Zusammenhang empfahl er den Seminarteilnehmern, die Kundenansprache an die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen anzupassen. „Ermöglichen Sie Ihren Kunden auch, je nach Bedarf mit Ihnen zu interagieren“, so sein Rat.

Schmitz ging auf das heutige Kaufverhalten von Kunden ein. Dabei stellte er die Frage, welcher der Teilnehmer in den sozialen Netzwerken vertreten und über digitale Medien wie E-Mail erreichbar sei. Dazu sagte Schmitz: „Fast jeder Zweite sucht auf seinem Smartphone, dem Tablet oder dem PC nach der Adresse eines Geschäfts, den Öffnungszeiten, der Produktverfügbarkeit oder Wegbeschreibungen zu bestimmten Geschäften. Wer lokal sucht, kauft auch oft im Geschäft.“ Im stationären Handel haben schließlich die Atmosphäre und das Raumdesign den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung – noch vor dem Sortiment und den Mitarbeitern.

Als Angebot stellte Schmitz den Teilnehmern die medi Erlebniswelt mit ihren Bestandteilen vor. Sie bringt Schwung in die Verkaufsräume oder die Kabine und schafft eine angenehme Atmosphäre. Aufgeräumte Produktinseln, Videos zu den Produkten und zusätzliche Informationen über Touchscreens helfen den Patienten, das gewünschte Hilfsmittel zu finden. Eine Beratungs-App dient als Gesprächsleitfaden für das Verkaufspersonal. Die moderne Gestaltung mit angesagten Holzelementen und einer harmonischen Farbauswahl sorgt dafür, dass sich der Patient wohlfühlt. medi bindet mit dem Konzept der Erlebniswelt das Einkaufserlebnis in die Prozesse des medizinischen Fachhandels ein. Für die After-Sales-Phase runden Kundenbindungskonzepte das Angebot für den Fachhandel ab.

Dynamische Carbon-Einlagen im Laufsport

igli carbon Einlage

Im Vortrag „Der Effekt von dynamischen Carbon-Einlagen im Laufsport“ informierte Linda Öksüz, Außendienst Footcare bei medi, über eine von ihr durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung (nicht veröffentlicht). Sie erwähnte, dass viele Menschen das Projekt „Laufen“ aufgrund von orthopädischen Problemen wieder aufgeben. Als häufige Beschwerdebilder nannte sie Schmerzen am Kniegelenk oder an der Achillesferse. Studien, die sich mit den Ursachen für die Beschwerden befassten, stellten bei ihren Probanden eine vermehrte Innenrotation der Hüfte sowie Instabilitäten des unteren Sprunggelenks fest.1 Öksüz fragte sich daher, wie eine optimale Versorgung in diesen Fällen aussehen würde.

Für ihre Untersuchung ließ sie 26 Probanden igli Carbon-Einlagen von medi tragen und nutzte zwei verschiedene Messsysteme. Die Ergebnisse bestätigen eine deutliche Reduzierung der Innenrotations- und Dorsalextensionsmomente2 an Ferse sowie der Außenrotations- und Dorsalextensionsmomente am äußeren Mittelfuß. Die Einlage stützt das Längsgewölbe des Fußes, sobald er die Körperlast übernimmt. Zudem konnte eine Überkorrektur in eine Supinationsfehlstellung3 ausgeschlossen werden. Ein weiteres Plus der Einlage: Sie reduziert die Hüftinnenrotation und sorgt dadurch für ein ausgeglicheneres Gangbild.

Die Zukunft des Lernens – Herausforderungen für die Personalentwicklung

Rüdiger Hacke, Leitung medi Campus, referierte über das Thema „70:20:10 – The New Way of Learning beziehungsweise wo findet Lernen eigentlich statt?“. Dabei verwies er auf aktuelle Trends wie kurze Lern-Sessions sowie das Selbstlernen und ging auf die Bedeutung der Personalentwicklung für Unternehmen ein. Hacke empfahl Führungskräften, die digitale Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter – ihrer wichtigsten Ressource – zu unterstützen. So könnten diese ihre Selbstlern- und Medienkompetenz ausbauen und sich das nötige Know-how aneignen, das sie für die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit benötigten. „Das setzt voraus, dass Mitarbeitern ein Internetzugang gewährt wird“, sagte Hacke. Darüber hinaus sollten Sanitätshäuser ein Weiterbildungssystem entwickeln, das Entwicklungspläne für die Mitarbeiter enthält.

Die Teilnehmer erfuhren auch Details zum „Blended Learning“ beziehungsweise integriertem Lernen – einer Lernform, bei der Präsenzveranstaltungen mit E-Learning kombiniert werden. Zudem ging Hacke auf das Mikrolernen ein, das das Lernen in kleinen Einheiten und kurzen Schritten vorsieht. medi bietet Sanitätshäusern über den medi Campus praxisnahe Seminare an. Viele Lerninhalte stehen auch bereits online zur Verfügung, um sich das Wissen im eigenen Tempo anzueignen. Dazu zählen unter anderem Produkt- und Anwendungsvideos auf YouTube oder Vimeo.

Quellen

1 Souza, R.B. (2008). Predictors of hip internal rotation during running. The American Journal of Sports Medicine, S. 579-587 Reule, A. (2011). Individual Risk Factors Contributing to Achilles Tendon Disorders in Running Related Sports. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, S. 448-456

2 Der Begriff „Dorsalextension“ bezeichnet die Streckung des Fußes oder der Zehen in Richtung des Fußrückens.

3 „Supination“ ist das „Abknicken" des Fußgelenks nach außen.

Kontakt für Fachhändler: medi Service Center, Telefon 0921 912-111, auftragsservice@medi.de

Kontakt für Verbraucher: medi Verbraucherservice, Telefon 0921 912-750, verbraucherservice@medi.de

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Neue Muster und Farben für die Ödemtherapie

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