Thrombosecheck

Checkliste "Thrombose"

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90 Prozent ...

der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland haben Veränderungen an den Beinvenen. 

Thrombose ist der medizinische Begriff für Blutpfropfbildung. Dabei entsteht innerhalb eines Gefäßes ein geronnenes Blutgebilde.

Die Entstehung kann auf einen Gefäßwandschaden, eine Störung der Gerinnung oder eine Verlangsamung der Blutströmung zurückzuführen sein. Die Thrombose ist eine mögliche Komplikation nach Operationen, sowie bei längerer Bettruhe. Natürlich spielt auch die Veranlagung eine gewisse Rolle.Thrombosen können schwerwiegende Folgen haben: Löst sich ein Gerinnsel von der Gefäßwand ab, kann es mit dem Blutstrom bis in die Lunge gelangen und dort zu einer Lungenembolie führen.

In Deutschland erliegen jährlich etwa 40.000 Menschen einer Lungenembolie. Die Lungenembolie ist damit nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung.1) Demnach sterben 8 x mehr Menschen an einer Lungenembolie als an den Folgen eines Verkehrsunfalls: im Jahr 2008 starben 4.477 Menschen auf Deutschlands Straßen.2)

Fragen ja nein
     
Sie sind älter als 60 Jahre?    
     
Sie rauchen?    
     
Sie haben Übergewicht?    
     
Sie treiben keinen Sport?    
     
Sie trinken weniger als 2 Liter pro Tag?    
     
Sie reisen viel mit Flugzeug, Bahn oder PKW?    
     
Sie stehen oder sitzen viel im Job?    
     
Bei direkten Verwandten sind bereits Thrombosen oder Lungenembolien aufgetreten?    
     
Für Frauen: Sie verhüten mit Hormonen (Pille, Dreimonatsspritze etc.)?    
     
Für Frauen: Sie nehmen Hormonpräparate gegen Wechseljahresbeschwerden?    
     
Sie haben öfters geschwollene Füße oder Beine?    
     
Sie haben öfters müde, schwere Beine?    
     
Sie leiden an einer Blutgerinnungsstörung (Thrombophilie = erhöhte Blutgerinnungsneigung)?    
     
Sie hatten schon einmal eine Thrombose?    
     
Sie hatten in den letzten Wochen eine Operation?    
     
Die Leistungsfähigkeit Ihres Herzens ist eingeschränkt?    
     
Für Frauen: Sie sind schwanger?    
     
Für Frauen: Sie haben vor kurzem entbunden?    
     
Sie erhalten derzeit eine Chemotherapie?    
     
Sie haben / hatten vor kurzem einen Knochenbruch oder größere Verletzungen?    
     
Sie hatten einen Gipsverband oder eine andere Art der Ruhigstellung?    
     
Sind Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt (Rollstuhl, Krankenbett, wenig Bewegung)?    
     
Sie hatten bereits einen Schlaganfall?    
     
Sie leiden unter Rötung, Überwärmung und / oder Schmerzen in den Beinen?    
     
Sie haben ein Venenleiden (Krampfadern, Venenentzündung, offenes Bein etc.)?    

Unsere Empfehlung

Wenn die ausgefüllte Checkliste auf eine erhöhte Thromboseneigung schließen lässt - jede mit "ja" beantwortete Frage ist ein Risikofaktor - dann sollten Sie in jedem Fall Ihren Arzt um Rat fragen! Physikalische und medikamentöse Maßnahmen sowie Mobilisation haben sich in der Thrombosetherapie bewährt. Medizinische Kompressionstrümpfe sind für den Alltag, Thromboseprophylaxestrümpfe für das Krankenbett geeignet, um den Blutfluss zu beschleunigen. In Kombination mit Medikamenten (z. B. Heparin) kann der Bildung von Blutgerinnseln entgegen gewirkt werden.

Bitte lassen Sie sich bei akuten und chronischen Beschwerden in jedem Fall von Ihrem Arzt beraten!


1)
Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V., "Thrombose - Vorbeugen und behandeln", S. 2f., Berlin 2009.

2) Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/07/PD09__253__46241.psml

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