Phantomschmerzen

Ein unerträgliches Phänomen

PDF | Seite drucken | Seite weiterempfehlen

Als ob das Bein vom Blitz getroffen wird...

Als Ursache des Phantomschmerzes werden Umbauvorgänge in Gehirn und Rückenmark angenommen.

Phantomschmerzen werden den neuropathischen Schmerzen zugeordnet und sind wie alle derartigen Schmerzen auch schwierig zu therapieren. Trotzdem sind durch die Anwendung von neuen Therapieverfahren auch bei langjährigem Schmerzgeschehen Erfolge zu erwarten.

Phantomschmerzen können entweder gleich nach der Operation, aber auch erst einige Wochen bis Monate, manchmal erst Jahre später auftreten. In der Mehrzahl der Fälle kommt es zu wiederholten Schmerzattacken, seltener wird ein kontinuierlicher Schmerz beschrieben. Die Schmerzart ist nach der Beschreibung der Betroffenen nicht mit bekannten Schmerzempfindungen zu vergleichen. Es handelt sich in der Regel um einen scharfen Schmerz mit schneidendem, stechendem, brennendem oder krampfartigem Charakter.

Es gibt klinische Hinweise darauf, dass auch Veränderungen elektromagnetischer Felder für das Auftreten von Phantomschmerz verantwortlich sein könnten. Kern führte bereits eine Studie (1) durch, in der gezeigt werden konnte, dass eine textile, elektromagnetische Stumpfabschirmung durch einen Silikonliner aus Umbrellan (Liner RELAX aus dem Hause medi) signifikant den durchschnittlichen und maximalen Phantomschmerz reduziert. Sowohl der Dauer-Phantomschmerz als auch der Maximalwert der Phantomschmerzen konnten signifikant verringert werden. Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden verbesserten sich gegenüber dem Placebo-Liner erheblich. Es traten keine Nebenwirkungen auf.

Der in dieser evidenzbasierten Studie belegte Nutzen zeigt somit die objektive Wirksamkeit der Umbrellan Produkte zur Therapie von Phantomschmerzen und idiopathischen Stumpfschmerzen.

(1) Quelle
Management of Phantom Pain with a Textile, Electromagnetically-Acting Stump Liner: A Randomized, Double-Blind, Crossover Study
Uwe Kern, MD; Bernd Altkemper and Matthias Kohl, Center of Pain Management and Palliative Care (U.K.), Wiesbaden; Medi Ltd. (B.A.), Bayreuth; and Statistics & Mathematics Service (StaMatS) (M.K.), Bayreuth, Germany Journal of Pain and Symptom Management Vol. 32 No. 4 October 2006.