Entstauungsphase
Phase 1 – Entstauungsphase
Ziel ist es, den Umfang der betroffenen Gliedmaßen zu reduzieren. Deshalb wird in der ersten Phase der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) ein- bis zweimal täglich eine manuelle Ganzkörperlymphdrainage durchgeführt, um den Abtransport der Flüssigkeit aus dem Gewebe zu fördern. Nach jeder Behandlung wird ein Kompressionsverband mit Bandagen angelegt. Außerdem wird die Entstauungstherapie durch spezielle Gymnastik unterstützt. Ergänzend werden zum Start der Therapie Hauterkrankungen wie Hauteinrisse oder Fußpilz gründlich behandelt, da eine Entzündung die Lymphgefäße zusätzlich schädigen kann. Außerdem ist in der Folge eine konsequente Hygiene und Pflege der Haut wichtig, dabei dürfen nur pH-neutrale Reinigungsmittel und Cremes verwendet werden.
Die erste Phase der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie dauert ca. drei bis sechs Wochen. Die individuelle Dauer ist abhängig vom Erfolg der Entstauung. Erst wenn keine Verringerung des Umfanges an den betroffenen Körperregionen mehr erreicht wird, geht man zur Erhaltungsphase über.
Erhaltungsphase
Phase 2 - Erhaltungsphase
Phase 2 der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) hat zum Ziel, die Erfolge und Ergebnisse, die in Phase 1 gewonnen werden konnten, zu erhalten. In diesem Behandlungsstadium sollte im Sommer zweimal wöchentlich, im Winter mindestens einmal wöchentlich, eine manuelle Lymphdrainage durchgeführt werden. Weiterhin wird die Kompressionstherapie durch Kompressionsstrümpfe/-armteile/-handteile und -zehenkappen unterstützt. Die zusätzlichen Therapiemaßnahmen, wie besondere Hautpflege und Gymnastik, dürfen auch in dieser Phase nicht vernachlässigt werden.

Lymphödem
Entstauungstherapie
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