Nach ca. sechs Monaten hat der Stumpf seine Form und Festigkeit gefunden, sodass mit dem Bau einer so genannten Definitiv-Prothese begonnen werden kann, die sich durch einen sorgfältigen statischen und dynamischen Aufbau auszeichnen muss.
Eine Prothese sollte auf jeden Fall probeweise im Alltag getestet werden, um weitere Anpassungen und Änderungen vornehmen lassen zu können.
Krankengymnastik
Die krankengymnastischen Übungen, mit denen in der Rehabilitation begonnen wurden, sollten auch zu Hause regelmäßig durchgeführt werden. Dadurch lassen sich Muskelverkürzungen und Geweberückbildungen vermeiden, und die Muskeln werden gestärkt.
Gefäßsporttraining
Wenn die Ursache für die Amputation eine Gefäßerkrankung ist, sollte ein konsequentes Gefäßsporttraining durchgeführt werden - auch um u.U. dem Verlust weiterer Gliedmaßen vorzubeugen.
Fast überall gibt es Gefäßsportgruppen. Sie bieten...
- spezielles Lauftraining zur Verbesserung der Durchblutung und damit Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke
- Muskeldehnungsübungen
- Entspannungsübungen
- Gymnastik
Behindertensport
Eine Amputation ist oftmals kein Grund, auf Sport und Bewegung verzichten zu müssen.
Es gibt viele Möglichkeiten für Amputierte, ihre bisherige Sportart fortzuführen oder gar eine neue Sportart kennen zu lernen. Tanken Sie Selbstbewusstsein, z. B. durch die Nordic Walking für Beinamputierte.
Sitzfussball, Sitzball und Sledge-Eishockey (auf Schlitten statt Schlittschuhen) sind Sportarten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Und Fahrrad fahren fällt mit einer Prothese oft leichter als Spazieren gehen.
Beim Deutschen Behindertensportverband können Sie Sportangebote in Ihrer Nähe erfragen: Tel. 0203/71 74-0
Stumpfpflege
Das Tragen einer Prothese belastet die Haut erheblich. Sie sollten Ihre Haut deshalb täglich mit einer guten Stumpfpflege eincremen.

Beinamputation
Folgeversorgung
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