Schwitzen ist eine normale Funktion des Körpers zur Steuerung des Wärmehaushaltes.
Hyperhidrose, lateinisch Hyperhidrosis, bezeichnet die übermäßige und krankhafte Steigerung der Schweißsekretion.
Sie kann als generalisierte Hyperhidrose auftreten und betrifft dann die Hautoberfläche des gesamten Körpers. Ist sie örtlich begrenzt auf umschriebene Hautareale wie Hände, Füße oder Achselhöhlen, so spricht man von einer lokalen Hyperhidrose. Man geht davon aus, dass ca. 800.000 Menschen in Deutschland von einer Hyperhidrose betroffen sind.
Das Ausmaß und die Lokalisation der Hyperhidrose können je nach Patient sehr variieren. Sie äußert sich durch unangenehme Feuchtigkeitsansammlungen, die in manchen Fällen so stark sein können, dass das Wasser vom Körper abtropft und große Flecken auf der Kleidung oder im Schuhwerk hinterlässt.
Für die Behandlung der Hyperhidrose ist eine gründliche Ursachenforschung unerlässlich. Wird dabei festgestellt, dass die übermäßige Schweißproduktion durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst oder verstärkt wird, so kann meist bereits durch deren gezielte Behandlung die Ausprägung des starken Schwitzens gemildert werden.
Operative Entfernung der Schweißdrüsen
Sind konservativen Methoden (z. B. die Gabe von Medikamenten) nicht erfolgreich gewesen, sollte diese letzte Behandlungsmöglichkeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung in Betracht gezogen werden.
Postoperative Behandlung:
Unabhängig vom jweiligen operativen Verfahren wird nach erfolgtem Eingriff zumeist ein komprimierender, saugfähiger Druckverband angelegt. Der Verband soll mehrere Tage getragen werden. Er presst die Haut auf das darunter liegende Fettgewebe, sodass wieder Blutgefässe einsprossen können. Der Eingriff entspricht funktionell einer Vollhauttransplantation. Eine gezielte Kompressionsbehandlung mit lipomed glandex ist vor allem bei der subkutanen Schweißdrüsenküretage sowie der subkutanen Schweißdrüsensaugküretage (Liposuktion) indiziert.

Ästhetische Chirurgie
Schweißdrüsenentfernung
Diese Information teilen: