Das Herz ist ein sog. Hohlmuskel, der sich in eine linke und eine rechte Hälfte teilt, welche durch die Herzscheidewand (Septum) voneinander getrennt sind.
Das Herz ist der Knotenpunkt zwischen den zwei im Körper existierenden Kreisläufen.
Im kleineren Lungenkreislauf wird das sauerstoffarme Blut von der rechten Herzkammer durch die Pulmonalarterie in die Lunge transportiert, wo es mit Sauerstoff angereichert wird und durch die Lungenvenen zur linken Vorkammer zurückfließt. Von dort aus wird es durch die linke Herzkammer und die Aorta in den großen Körperkreislauf gepumpt.
Mit dem weit verzweigtem Körperkreislauf werden alle Organe und Regionen des Körpers mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Das verbrauchte (sauerstoffarme) Blut fließt entgegen der Schwerkraft in den Venen zum Herzen zurück, wo es durch die obere Hohlvene (Vena cava superior) wieder in die rechte Vorkammer gelangt. Von dort beginnt der Vorgang von neuem.
Beide Kreisläufe sind miteinander verknüpft und funktionieren nur, wenn sie parallel zueinander ablaufen. Nennenswert ist, dass in beiden Kreisläufen unterschiedliche Druckverhältnisse herrschen. Der Druck in den Gefäßen des Körperkreislaufs ist größer als der im Lungenkreislauf, was auf die unterschiedlichen Blutmengen zurückzuführen ist.
Die Länge des Herzens beträgt ca. 12 bis 13 cm, die Breite ca. 9,5 bis 10,5 cm. Es kann ca. 600 bis 1000 ml Blut aufnehmen und wiegt durchschnittlich 280 bis 320 g. Das transportierte Blutvolumen pro Herzmuskelkontraktion im Ruhestand (Schlagvolumen) beträgt ca. 70 ml.

Thromboseprophylaxe
Herz-Kreislauf-System