physioglide Gelenke

... damit die Knieorthese sitzt

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Von Herstellerseite werden verschiedene Gelenktechnologien für Knieorthesen angeboten. medi hat sich für ein Gelenk entschieden, das dem Prinzip der überschlagenden Viergelenkkette folgt.

Bekanntlich ist es die Bewegung der Kreuzbänder, welche die Vorgabe für eine solche Gelenkkonstruktion gibt. Neben diesem biomechanischen Gesichtspunkt gaben die ebenso festgestellten positiven Auswirkungen auf das Rutschverhalten der Orthesen den Ausschlag für diese Entscheidung. Das physioglide Gelenk begleitet die Roll-Gleit-Bewegung des Kniegelenkes am besten. Die für das Rutschen der Orthesen mit verantwortlichen Schubkräfte werden minimiert. Derartige Schubkräfte entstehen immer dann, wenn das mechanische Gelenk dem biomechanischen Bewegungsablauf nicht exakt genug folgen kann.

Bedingt durch die elliptische Kondylenform ergeben sich Längenänderungen des Kniegelenkes bei Flexion und Extension. Das Kniegelenk verlängert sich zur Flexion, und zur Extension verkürzt es sich wieder. Um diesen anatomischen Anforderungen gerecht zu werden, muss die Gelenktechnologie folglich in der Lage sein, sich in Flexion zu verlängern und sich in Extension wieder entsprechend zu verkürzen. Kann ein Orthesengelenk diesen Vorgaben nicht folgen, werden die bei der Extensionsbewegung auftretenden, nach proximal gerichteten Schubkräfte durch den konisch geformten Weichteilmantel des Oberschenkels zurückgestoßen. Die Orthese beginnt zu rutschen.

Das physioglide Gelenk kann diesen biomechanischen Vorgaben der Roll–Gleit–Bewegung folgen. Die innere und äußere Gelenkplatte stehen bei Streckung deckungsgleich übereinander. Bei einer Flexionsbewegung schieben sich diese Platten auseinander, was zu einer Längenänderung des Gelenkes führt. Bei der rückwärtigen Extensionsbewegung schieben sich die beiden Gelenkplatten wieder übereinander, das Gelenk verkürzt sich wieder.