Als Beispiel für den Ablauf einer medizinischen Rehabilitation wird hier das Stufenkonzept der stationären Rehabilitation Beinamputierter am Klinikum Staffelstein angeführt.
Unter Zusammenarbeit des gesamten Reha-Teams verläuft die stationäre Behandlung nach einer Amputation dort stufenförmig. Der Übergang von Stufe zu Stufe ist fließend.
Stufe 1
- Verbesserung körperlicher Voraussetzungen
- Stumpfbehandlung (wie Abhärtung, Bandagierung, Stumpfformung und Lymphdrainage)
- Verordnung und kurzfristige Herstellung einer bedarfsgerechten Prothese bzw. Sichtung eines bereits vorhandenen Hilfsmittels
Stufe 2
- intensive Gangschulung mit Prothese
- Verlängerung der eigenständigen Gehstrecke
- Verlängerung der täglichen Tragedauer
- Optimierung der prothetischen Versorgung
- Verarbeitung des Körperschadens durch Einzel- und Gruppengespräche unter psychologischer Leitung
Stufe 3
- Ganganalyse
- Einübung von Alltagsbewegungen (Treppensteigen, Aufstehen nach Sturz, Überwinden von Hindernissen, selbständiges An- und Ausziehen der Prothese)
- Herstellung der größtmöglichen Selbstständigkeit
- Einleiten einer behindertengerechten Anpassung des Wohn- und Arbeitsumfeldes
Die zeitliche Dauer des Rehabilitationsprozesses nach einer Amputation hängt entscheidend vom Alter sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des einzelnen Patienten ab.

Therapie