Geriatrische und inaktive Patienten benötigen eine Prothesenversorgung, die ihnen das Gehen ohne erhöhten Kraftaufwand ermöglicht.
Am besten wird dies durch die Verwendung energierückgebender Systeme beim Prothesenbau erreicht, die sie sicher zu mehr Laufleistung führen. Daher entwickelte medi das medi Clever Bone System. Dieses ist speziell auf die Bedürfnisse älterer, muskelschwacher und/oder inaktiver Anwender, die Unterstützung beim langsamen Gehen benötigen zugeschnitten. Die vom Anwender beim Auftreten eingebrachte Energie wird hier gleichzeitig zur Bewegung der Prothese genutzt.
Leichte Karbonstäbe, die wie Federn horizontal nachgiebig sind, bilden die Verbindung zwischen Amputationsstumpf und Fußteil der Prothese. Die vom Anwender beim Auftreten der Prothese eingebrachte Energie wird aufgenommen, wirkt stoßdämpfend und wird dann zur Bewegung der Prothese weiter genutzt. Die neuartige Konstruktion – nach dem Schien- und Wadenbein – Muster – ermöglicht auf diese Weise leichteres Laufen bei niedrigem Gewicht der Prothese. Anders als die sonst erhältlichen starren Prothesenrohre imitieren die beiden Karbonstäbe optimal die flexiblen Funktionen des Unterschenkels. Clever Bone bietet die bestmögliche Annäherung an den natürlichen Gang – der gesamte Bewegungsapparat wird geschont, Rücken- und Hüftprobleme langfristig reduziert.
In einer Studie in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süddeutschland und der Sporthochschule München konnte gezeigt werden, dass Clever Bone das Gehen von beinamputierten Menschen unterstützt und erleichtert. Gleichzeitig wird die erhaltene Gegenseite geschont und somit entlastet. Zudem gleicht das System unebene Wegstrecken wie Pflastersteine aus; Schrägen- und Treppensteigen sind besser möglich. Kurzum, der gesamte Aktionsradius des Anwenders wird vergrößert! Fazit der Studie: Statische Prothesenpassteile sind nicht mehr zeitgemäß und schränken den Anwender nicht nur in seiner Lebensqualität, sondern auch in seinem „ganz normalen“ Alltag erheblich ein.
Das Clever Bone-System dient als Ersatz für das starre Modularrohr der Prothese und kann sowohl nachträglich als auch bei Erstversorgungen eingesetzt werden. Es ist für Unterschenkel-, Knieexartikulations- und Oberschenkelprothesen geeignet. Die Beinprothese verbessert die Lebensqualität der Beinamputierten enorm, denn sie unterstützt alltägliche Aktionen wie Einkaufen gehen oder Hausarbeit verrichten und macht Freizeitaktivitäten wieder möglich, die der Prothesenträger auch vor seiner Amputation durchgeführt hat.

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Geriatrische Patienten